Donnerstag, 2. Januar 2020 22:47 Uhr

Dschungelcamp-Steckbrief (2): Sven Ottke

Foto: TVNOW / Arya Shirazi

Zwölf Promis ziehen am 10. Januar 2020 ins Dschungelcamp und kämpfen mehr oder weniger engagiert bei „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ um die Dschungelkrone 2020. Wie in den Jahren zuvor stellen wir auch diesmal alle Teilnehmer vor.

Gewohnt bissig präsentieren Sonja Zietlow (51) und Daniel Hartwich (41) die 14. Staffel der Show (16 Folgen) täglich live aus dem fernen Australien. Auch Dr. Bob ist wieder dabei und wird die „Stars“ auf die Dschungelprüfungen vorbereiten.

Dschungelcamp-Steckbrief (2): Sven Ottke

Sven Ottke 1991 mit seiner damaligen Freundin Gaby. Foto: imago/Sven Simon

Sven Ottkes Karriere begann mit 14

Sven Ottke wurde am 3. Juni 1967 im Westberliner Bezirk Tempelhof geboren.

Noch während der Schule begann Ottke mit 14 Jahren beim Spandauer BC 26 mit dem Training zum Boxer. Seiner beruflichen Ausbildung maß Ottke stets eine hohe Bedeutung bei. Nach der Schule, die er mit der Mittleren Reife abschloss, absolvierte Ottke zunächst eine Ausbildung zum Stuckateur. Danach ließ er sich bis 1992 zum Industriekaufmann ausbilden. 1993 trat Ottke als Industriekaufmann eine Stelle bei seinem Sponsor Mercedes Benz in Mannheim an. Nebenher entwickelte Ottke seine Amateurkarriere im Boxsport weiter.

Mit 18 Jahren wurde er 1985 erstmals Deutscher Meister im Supermittelgewicht. Den Titel gewann er in der Folge noch weitere zehn Mal, bis 1991 sogar ohne Unterbrechung. Ottke qualifizierte sich erstmals 1988 auch für die Olympischen Spiele, an denen er nochmals 1992 und 1996 teilnahm. 1991 erlangte Ottke erstmals den Titel des Europameisters im Supermittelgewicht. Nachdem er 1993 bei den Europameisterschaften nur den dritten Platz erreicht hatte, wurde er 1996 wieder Europameister.

Seine Profikarriere begann Ottke 1997. Nur ein Jahr später stieg er im Oktober 1998 durch seinen Sieg über Charles Brewer zum IBF-Weltmeister im Supermittelgewicht auf. Im März 2003 gewann er auch den Weltmeistertitel nach der WBA-Version. Der Profiboxer machte sich vor allem wegen seiner Ausweichkünste einen Namen. Er wurde als „Boxer mit Kopf und Auge“ und als „Phantom“, das vom Gegner nicht getroffen werden konnte, tituliert.

Dschungelcamp-Steckbrief (2): Sven Ottke

Foto: TVNOW / Arya Shirazi

Ottke konnte seinen Weltmeistertitel in 23 Begegnungen erfolgreich verteidigen. Am 27. März 2004 trat er als ungeschlagener Weltmeister aus dem Profi-Boxsport aus. Von seinen 34 Profi-Kämpfen hatte er alle gewonnen.

Nach der Beendigung seiner Boxerkarriere widmete sich Ottke zunächst dem Langstreckenlaufen. Im September 2004 lief Ottke in Köln seinen ersten Marathon. Dies wiederholte er im darauffolgenden Jahr an gleicher Stelle. Mittlerweile läuft Ottke „nur noch“ um sich fit zu halten und widmet sich vor allem seiner zweiten sportlichen Leidenschaft, dem Golfen.

Derzeit lebt Ottke in Karlsruhe mit seiner Lebensgefährtin Monic und der gemeinsamen Tochter Emily Svenic. Aus seiner geschiedenen Ehe mit Gabi gingen die Tochter Rebecca und der Sohn Marc-Steffen hervor.

Sven Ottke spendet sein gesamtes Honorar

Warum gehen Sie in den Dschungel? Was reizt Sie?
Eine kleine Herausforderung, ein Experiment und Grenzerfahrungen sammeln.

Gehen Sie über die volle Distanz im Dschungelcamp?
Dann müsste ich ja gewinnen. Ich hätte nichts dagegen, weil ich das Geld schon verplant habe. Ich möchte alles spenden für karitative Zwecke. Ich habe auch selbst einen Verein: ‚Sven hilft‘. Mit der Antrittsgage will ich daraus eine Stiftung machen.

Was hat es genau mit ‚Sven hilft‘ auf sich?
Ich war selber mal ein recht schwieriges Kind. Im Nachhinein würde ich sagen, dass ich die Scheidung meiner Eltern nicht wirklich verkraftet habe. Ich habe viel Mist gebaut. Wenn meine Grundschullehrerin nicht zu mir gehalten hätte, dann wäre ich auf die schiefe Bahn geraten. Bei ‚Sven hilft‘ versuchen wir Kindern, die Anpassungsprobleme haben, zu unterstützen.

Wenn es zu Konflikten im Camp kommt – wie gehen Sie damit um?
Klar, man kann aneinandergeraten. Das ist ja klar. Aber wenn es so weit kommen sollte, würde ich wohl kaum jemanden eine drücken oder so. Es wird nicht zur Schlägerei kommen – auf keinen Fall! Man dreht sich um und geht einen Meter weiter.

Man kann Sie also gar nicht aus der Fassung bringen?
Falls eine Situation kommt, in der das Nervenkostüm sehr dünn ist, und wenn dann irgendein Depp daherkommt, der mir ans Bein pinkeln will, dann kann es schon sein, dass ich böse werde.

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