Montag, 15. Januar 2018 12:41 Uhr

Dschungelcamp-Steckbrief (5): Ansgar Brinkmann

Freitag ist es soweit. Dann startet die 12. Staffel von „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ Wer überwindet seine Ängste, wer heult sich bei Dr. Bob aus und wer wird 2018 König oder Königin des Dschungels? In loser Folge stellen wie immer die Kandidaten ausführlich vor!

Dschungelcamp-Steckbrief (5): Ansgar Brinkmann

Ex-Bundesligaspieler Ansgar Brinkmann. Foto: MG RTL D / Arya Shirazi

Ansgar Brinkmann erklärte, was ihn an diesem TV-Abenteuer reizt. “Erstens war ich noch nie in Australien und zweitens auch noch nie im Dschungel. Ich habe auch schon Demut davor, freue mich aber, weil ich glaube, dass das ein schönes Abenteuer wird!“

Er wolle auf gar keinen Fall in den Dschungel gehen und sagen: „Kein Problem, ich habe schon so viel erlebt, was soll da groß passieren, das ist doch wie Urlaub!“, so der 49-Jährige im Interview mit RTL. „Ich glaube, es ist genau das Gegenteil. Das Team wird individuell und auch im Kollektiv an seine Grenzen kommen. Da stellt sich dann die Frage, ob man für diese Drucksituationen genug Empathie besitzt, um damit umzugehen. Ich hoffe, das trifft auf mich zu.“

Karrierestart als Straßenfußballer

Brinkmann wurde am 5. Juli 1969 im niedersächsischen Vechta geboren. Er war einer dieser Straßenfußballer, ein Naturtalent, das bis spät in der Nacht mit seinen Kumpels aus dem Viertel auf dem Bolzplatz kickte.

Nach der Ausbildung im Jugendinternat von Bayer 05 Uerdingen und dem Gewinn der deutschen A-Jugend-Meisterschaft unterschreibt Brinkmann mit 18 Jahren seinen ersten Profivertrag beim VfL Osnabrück. Lange ausgehalten hat es der Wandervogel Brinkmann weder in Osnabrück noch anderswo. Er spielte im Laufe seiner Karriere bei 13 Vereinen (u. a. in Berlin, Frankfurt, Bielefeld, Mainz, Dresden, Münster) unter vielen namhaften Trainern. Er absolvierte 380 Zweitligaspiele und lief 59 Mal in der Bundesliga auf, wurde zum Aufstiegshelden in Gütersloh und Frankfurt hochgejubelt und zum Oberligaspieler degradiert.

Während seiner Karriere entwickelte sich Brinkmann zu einem echten Kultkicker. Und das nicht nur wegen seiner Übersteiger, die ihm den Spitznamen „weißer Brasilianer“ einbrachten. Die Fans schätzten die lockere Art von Brinkmann. Er war unkontrollierbar und trotzdem beliebt – weil er ehrlich und authentisch, sanftmütig und gutgläubig ist und weil er nie jemandem geschadet hat, außer sich selbst.

Dschungelcamp-Steckbrief (5): Ansgar Brinkmann

Ex-Bundesligaspieler Ansgar Brinkmann. Foto: MG RTL D / Arya Shirazi

Legendäre Ansage

Legendär ist u.a. seine Ansage auf seinem Anrufbeantworter: „Bin bis fünf Uhr früh in meiner Stammkneipe zu erreichen.“

Nach seiner Karriere erzählte Brinkmann gemeinsam mit dem Hamburger Sportjournalisten Bastian Henrichs in dem Buch „Der weiße Brasilianer“ Geschichten und Anekdoten aus seinem Leben als Profifußballers. Brinkmann, der sich selbst als Freigeist bezeichnet, spricht auch aktuell als Kolumnist für den Radiosender „1LIVE“ Klartext. In seiner wöchentlichen Radiokolumne „Der weiße Brasilianer“ behandelt er kritisch die wichtigen Themen rund um den Fußball. Erst jüngst hat er mit seiner Aussage „Irgendwann holt sich die Straße den Fußball zurück“ für Aufsehen und Diskussionsstoff gesorgt.

Der Autor Peter Schultz hat in dem zum Fußballbuch des Jahres 2017 nominierten Werk „Wenn ich Du wäre, wäre ich lieber ich“ die besten Sprüche und Kommentare von Brinkmann aus der Radiokolumne zusammengefasst. Daneben arbeitet Brinkmann als Spielerscout und engagiert sich für wohltätige Zwecke, etwa für das Kinderhospiz Bethel.

Das Snow- und Longboardfahren gehört neben dem Fußball zu seinen großen Leidenschaften. Brinkmann sagt rückblickend über sich selbst: „Der Weg, den ich gegangen bin, war nicht immer richtig, Aber das war immer ich! Das war und ist mir wichtig.“

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