Sonntag, 21. Februar 2010 14:36 Uhr

DSDS: Wie lange bleibt Menowin fröhlich?

Menowin Fröhlich hat zweifelsfrei überhaupt nicht das Format, Deutschlands Superstar zu werden, wohl aber das Zeug dazu, eine ordentliche internationale Karriere hinzulegen! Wenn er nur in die richtigen Hände gerät. Immer wieder wird in jeder Folge von ‚Deutschland sucht den  Superstar‘ die alte Leier von Menowins Knastaufenthalt heruntergebetet, verbunden mit dem allmählich überflüssigen Fingerzeig: „Laß dir das nicht wieder kaputt machen“ und „Gerate bloß nicht wieder auf die schiefe Bahn“. Dabei befindet er sich Dank DSDS schon wieder auf derselben. Gefangen in der verhängnisvollen Verwertungsmaschinerie von DSDS. Jüngst gestand Menowin der Bild-Zeitung gerade: „Ich hatte eine schwere Zeit im Gefängnis. Wenn ich nur daran denke, dass ich frei bin, fange ich an zu lächeln.“

Deutschland sucht den Superstar

Seltsamerweise feierte DSDS auch gestern Abend wieder acht extrem mittelmäßige bis grottenschlechte Kandidaten (ausgenommen Menowin und Mehrzad), die bei ‚X-Factor‘ in England oder ‚American Idol‘ nicht mal unter die letzten tausend gekommen wären. Wenn das der Sud aus angeblich 35.000 Bewerbern sein soll, dann fragt man sich doch, wo die Juroren und die, die sie noch ausgewählt haben, eigentlich ihren Ohren bisher hatten. Oder war wirklich nichts besseres im Angebot?

Deutschland sucht den Superstar

Marcel Pluschke, Thomas Karaoglan, Ines Redjeb, Nelson Sangare, Kim Debkowski, Manuel Hoffmann und Helmut Orosz haben null Bühnenpräsenz, null Gefühl, sie berühren einen in keinster Weise. Wohl aber sind bestens geeignet für Karaoke-Shows auf Dorffesten bei Bratwurst und Bier, wo eh keiner hinschaut oder als billige Honorar-Hampelmänner bei Radiosendern, die damit gerne ihre Bühnenprogramme bei Stadtteil-Festen füllen. Sorry, für  mehr reicht es wirklich nicht.

Der 22-Jährige Menowin Fröhlich hatte am Samstagabend mit dem Song ‚Change‘ von Daniel Merriweather einen Auftritt von Weltniveau hingelegt. Man hätte es genauso auf CD kaufen können. Was soll er bitteschön denn nun noch beweisen? Schlimm genug, dass der Mann mit sich mit den anderen Kandidaten eine Bühne teilen und sich auf deren Niveau herunter begeben muß.

Deutschland sucht den Superstar

Insofern hätte gestern Abend längst Schluß sein müssen mit der Staffel: Platz 1 für Menowin Fröhlich, Platz 2  für Mehrzad Marashi. Basta! Das dürfte Dieter Bohlen und Volker Neumüller insgeheim auch längst klar sein. Aber sie müssen sich in Geduld üben. Zuschauerbindung und damit fette Werbeplätze füllen. Das ist das eigentliche Credo der Show, bei der die Sieger längst feststehen. (Die Gewinner RTL und SonyMusic stehen eh schon seit sieben Jahren fest.)

Immer wieder hauen sie uns wochenlang die banalsten Geschichten um die Ohren wie „Helmut Orosz wollte sterben“, Marcel ‚Plüschi‘ Pluschke „hat noch nie eine Frau geküßt“ und Kim Debowski schminkt sich von früh bis spät. Man nennt das Kampagnen-Journalismus. Was soll es sonst auch geben in so einem jungen, behüteten Leben? Nie zuvor haben wir von größeren Problemen der DSDS-Kandidaten gehört. Dafür gebührt ihnen unsere aufrichtige Anteilnahme. Und ist eigentlich zum Lachen, wenn es nicht so erbärmlich ärmlich wäre.

DSDS ist halt wie Fußball. Jeder weiß es besser.
Und deswegen lieben wir Euch, Menowin und Mehrzad.

Fotos: RTL/Stefan Gregorowius

Alle Infos zu „Deutschland sucht den Superstar“ im Special bei RTL.de

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