In 24-Stunden-WahlElon Musk: Ist eine Twitter-Rückkehr von Donald Trump zu erwarten?

Elon Musk (li.) stellt die Twitter-Begnadigung von Donald Trump in Aussicht. (stk/spot)
Elon Musk (li.) stellt die Twitter-Begnadigung von Donald Trump in Aussicht. (stk/spot)

Oliver Contreras/CNP/AdMedia/ImageCollect / Phil Stafford/Shutterstock

SpotOn NewsSpotOn News | 19.11.2022, 09:25 Uhr

Darf Donald Trump bald schon wieder munter bei Twitter zwitschern? Der neue Besitzer Elon Musk lässt derzeit darüber abstimmen - ganz demokratisch.

Wird der ehemalige US-Präsident Donald Trump (76) ausgerechnet über eine weltweite demokratische Wahl seine Rückkehr bei der Social-Media-Plattform Twitter feiern dürfen? Zumindest, wenn es nach Neubesitzer Elon Musk (51) geht.

Der hat vor wenigen Stunden eine Abstimmung auf dem Kurznachrichtendienst gestartet, in der er die Frage stellt: „Ex-Präsident Trump wieder einsetzen?“, dazu die Antwortmöglichkeiten „Ja“ oder „Nein“. Zudem packte Musk noch die lateinische Phrase „Vox Populi, Vox Dei“ zu dem Post – „die Stimme der Menschen ist die Stimme Gottes.“

Nach rund sieben Stunden der Umfrage, die einen Tag lang aktiv sein wird, haben knapp sieben Millionen Twitter-User ihre Stimme abgegeben. Stand jetzt (Samstag, 09:00 Uhr deutscher Zeit) darf sich Trump noch über eine zeitnahe Rückkehr freuen – 53,5 Prozent vermissen offenbar dessen wirre Tweets und die geteilten Verschwörungstheorien über eine „gestohlene Wahl“ 2020.

Seit fast zwei Jahren ausgesperrt

Der Account von Trump war im Zuge des Sturms auf das US-Kapitol im Januar 2021 permanent gesperrt worden. Dem Ex-Präsidenten, der den Wahlsieg von Joe Biden (79) nicht anerkennen wollte, wurde vorgeworfen, die Ausschreitungen durch seine Tweets angestachelt zu haben. Fünf Menschen kamen beim als Angriff auf die US-Demokratie angesehenen Vorfall ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt. Noch immer halten die Untersuchungen hierzu an. Erst kürzlich wurde Trump von einem Untersuchungsausschuss vorgeladen, der dessen Rolle beim Angriff hinterfragt. Trump hat dagegen bereits Klage eingereicht und stattdessen mit anderen Aussagen für Schlagzeilen gesorgt.

Denn am Dienstagabend (15. November) kündigte er an, dass er die republikanische Nominierung für die US-Präsidentschaftskandidatur für die Wahl im Jahr 2024 anstrebt. „Um Amerika wieder großartig und glorreich zu machen, kündige ich heute Abend meine Kandidatur für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten an“, sagte Trump vor seiner Anhängerschaft bei einem Auftritt in seinem Anwesen Mar-a-Lago.