27.07.2020 12:49 Uhr

Elon Musk plant bis zu 2 Mio. Elektroautos in Deutschland

Seit der Ankündigung des Baus der Gigafactory 4 in Brandenburg sorgt die Elektroautofabrik für Furore, in und außerhalb Deutschlands. Waldgebiete, die für die Gigafactory abgeholzt werden sollen, riefen Naturschützer auf den Plan.

unsplash.com

Finanzielle staatliche Zuschüsse für Tesla verärgerten viele Bewohner Brandenburgs. Elon Musk, Gründer und CEO von Tesla, lässt die Aufregung derweil unbeeindruckt. Ende Juni kündigte er an, künftig in der Gigafactory in Brandenburg bis zu zwei Millionen Elektroautos pro Jahr herstellen zu lassen. Eine Produktionszahl in dieser Höhe würde die Gigafactory zum größten Tesla-Werk weltweit machen.

Quelle: instagram.com

Detaillierte Pläne für die Gigafactory

Bereits Anfang Juli stellt Musk, der kürzlich Vater einer Sohnes wurde, detaillierte Pläne für die Gigafactory vor. Während zu Beginn noch die Rede von 500 000 Elektroautos pro Jahr war, sind die Zukunftsvisionen des Tesla-Gründers jetzt noch ambitionierter. Und das alles trotz Gerichtsverfahren die gegen Tesla in Deutschland laufen. Verschiedene Naturschutzverbände haben Klage gegen Tesla eingereicht, um den Bau der Fabrik noch zu verhindern. Im Februar wurde ein vorläufig verordneter Rodungsstopp von einem Gericht wieder aufgehoben.

Wenn es nach Tesla geht, soll die Gigafactory bereits 2021 stehen und die Produktion aufnehmen. Ob Musk und sein Team das Eröffnungsdatum und das ehrgeizige Produktionsziel von zwei Millionen Elektroautos pro Jahr einhalten können bleibt abzuwarten.
Der Autodoc Club ihr Plattform für den Austausch mit Gleichgesinnten lässt euch auch um Tesla rund um die Uhr einfacher kümmern.

Von Fledermäusen bis Wasserknappheit

Die Bedenken der Umweltschützer gegen die Gigafactory im brandenburgischen Grünheide sind zahlreich. Während sich die Naturfreunde anfangs vor allem Sorgen um die Wälder auf dem Gelände der künftigen Teslafabrik und die darin angesiedelten Fledermäuse machten, ist es heute die Gefahr einer Trinkwasserknappheit. Umweltschützer kritisieren, dass der Bau der Fabrik die Wasserversorgung in Grünheide gefährden könne. Außerdem könne durch den Bau der Fabrik Salzwasser ins Grundwasser gelangen, mit fatalen Folgen für Mensch und Umwelt.

Quelle: instagram.com

Tesla hingegen weist die Kritik von sich. Laut Tesla sei durch den Bau der Fabrik die Wasserversorgung in Brandenburg und Grünheide zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Kritik an den Umweltschützern wird derweil seitens einiger deutscher Politiker laut. Die FDP warnt vor einer Klagewelle und weist auf die enorme ökonomische Bedeutung der Fabrik im strukturschwachen Brandenburg hin.

Stress bei Bau der Gigafactory

Trotz Stress beim Bau der Gigafabrik und drohender Klagewelle: privat läuft es bei Elon Musk derzeit gut. Anfang Mai wurde der Unternehmer Vater einer Sohnes, die Mutter ist die kanadische Sängerin Grimes. Für Kontroversen sorgt bis heute der Name, den das Paar seinem Sohn gab. Grimes und Musk wollten ihren Sohn X Æ A-12 nennen – aufgrund gesetzliches Vorgaben zur Namensgebung im US-Bundesstaat Kalifornien, wo das paar gemeinsam mit ihrem Sohn lebt, musste der Name wieder geändert werden.

Quelle: instagram.com

Offiziell heißt der Sohn der beiden nun X Æ A-XII Musk. Eine leichte Abänderung, die die gesetzlichen Vorgaben in Kalifornien erfüllt, aber bei vielen immer noch für Verwirrung sorgt. Genannt wird der kleine Musk von vielen deshalb einfach nur „Ash“. (KTAD)

Das könnte Euch auch interessieren