30.11.2020 11:09 Uhr

Entlastung geplant: So viel können Homeoffice-Arbeiter jährlich sparen

Wer wegen der Corona-Pandemie im Homeoffice arbeitet, soll künftig steuerlich entlastet werden. So viel lässt sich sparen.

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Die Finanzpolitiker von Union und SPD haben sich offenbar auf steuerliche Erleichterungen für diejenigen geeinigt, die wegen der Corona-Pandemie im Homeoffice arbeiten.

Bürger, die wegen der Krise viel aus dem Zuhause arbeiten, sollen laut Informationen der „FAZ“ täglich eine Steuerpauschale von fünf Euro in Anspruch nehmen können. Das Maximum, das geltend gemacht werden könne, liege jedoch bei insgesamt 600 Euro im Jahr.

„Unbürokratisch und leicht nachvollziehbar“

Die damit verbundene Entlastung für die Bundesbürger beziffere das Finanzamt laut dem Bericht auf rund eine Milliarde Euro. Zuvor war man demnach von etwa 1,5 Milliarden Euro ausgegangen. Sebastian Brehm (49), Finanzpolitiker der CSU, erklärte der Tageszeitung, dass diese Homeoffice-Pauschale eine „flexible Antwort auf die verkrustete Rechtsprechung zum häuslichen Arbeitszimmer“ sei. Sie solle „unbürokratisch und leicht nachvollziehbar“ sein und alle entlasten, „die während der Pandemie von zu Hause aus Enormes geleistet haben“.

Derzeit sei es jedoch noch nicht klar, ob die Pauschale auch neben dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag in Höhe von 1.000 Euro gewährt werden wird. Nur wer auf mehr als 1.000 Euro Werbungskosten im Jahr kommt, würde dann von der Homeoffice-Pauschale profitieren, wenn diese wie andere Werbungskosten behandelt wird.

Auch Heizkosten steigen durch das Homeoffice

Neben erhöhten Stromkosten sorgt das Homeoffice auch für höhere Heizkosten. Die reinen Verbrauchskosten an sich lassen sich bisher jedoch nur absetzen, wenn ein Teil der Wohnung vorwiegend als Arbeitszimmer genutzt wird. Diese Kosten können dann als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Laut aktuellen Berechnungen des Vergleichsportals Verivox erhöht das Homeoffice den Heizbedarf im Winter 2020/2021 im Schnitt um rund vier Prozent. Eine Familie mit Gasheizung, die derzeit etwa durchschnittlich 1.122 Euro zahlt, wird in diesem Winter demnach durch das Homeoffice zusätzlich rund 45 Euro an Heizkosten einplanen müssen. Nutzer von Ölheizungen, die durchschnittlich bisher bei rund 828 Euro lagen, müssen mit etwa 33 Euro zusätzlich rechnen.

(spot)