Entspannt in Japans Höllental: Wo Schneeaffen in heißen Quellen baden

SpotOn NewsSpotOn News | 03.12.2021, 20:01 Uhr
Jigokudani-Affenpark: Hier genießen die Tiere die heißen Quellen. (kms/spot)
Jigokudani-Affenpark: Hier genießen die Tiere die heißen Quellen. (kms/spot)

sido kagawa/Shutterstock.com

Im Jigokudani-Affenpark geht es auch an kalten Tagen heiß her. Denn die Japanmakaken wissen, wie man sich im Winter richtig aufwärmt und Besuchern ein Lächeln auf die Lippen zaubert.

Schmuddelwetter und eisige Temperaturen schlagen bei vielen Menschen aufs Gemüt. Wie gut, dass ein Blick gen Japan dem ein oder anderen ein Lächeln auf die Lippen zaubern könnte. Denn die Makaken im Jigokudani Affenpark haben eine tolle Methode entdeckt, sich aufzuwärmen und dem kalten Winter auf den Pelz zu rücken.

Der Jigokudani-Affenpark befindet sich im Tal des Yokoyu-Flusses in der Präfektur Nagano auf der japanischen Halbinsel Honshu und ist Teil des J?shin’etsu-K?gen-Nationalparks. Dort hat es sich eine besondere Affenart gemütlich gemacht. Ursprünglich kamen die Japanmakaken nur in den Wintermonaten, um sich in den heißen Quellen aufzuwärmen. Mittlerweile werden sie von den Mitarbeitern des Parks gefüttert, weswegen die Tiere auch in den Sommermonaten dort anzutreffen sind.

Baden mit den Tieren ist verboten

Der Name „Jigokudani“ kommt nicht von ungefähr. Übersetzt bedeutet er Höllental. Mit einem Blick auf die Dampfschwaden, die aus den Quellen emporsteigen und bei Temperaturen um die minus fünf Grad Celsius durch das Tal wabern, wird klar, wie der Ort zu seinem Namen kam. Wer die Affen mit den roten Gesichtern in den „Onsen“ entspannen sehen will, kann das von November bis März tun. Von Tokio aus nimmt man den Hochgeschwindigkeitszug Kagayaki, der Besucher in knapp eineinhalb Stunden nach Nagano bringt. Von dort geht es mit dem Bus zum Affenpark. Übrigens: Das Baden mit Affen ist aus gesundheitlichen und hygienischen Gründen strengstens untersagt, mögen die Tiere noch so entspannt und süß aussehen. Die Japanmakaken sind und bleiben Wildtiere.