Montag, 4. November 2019 19:18 Uhr

Erklärung von Barbara Schöneberger zum Shitstorm des Jahres

Instagram/Barbara

Entertainerin Barbara Schöneberger entschuldigt sich. Nach einem Post auf Männer-bitte-nicht-schminken-Post Instagram erklärte sich die 45-Jährige und man fragt sich, worüber regen sich die Leute überhaupt auf?

Ihr Video über Männer-Make-up flog der beliebten NDR-Talkshow-Moderatorin um die Ohren. Jetzt gibt’s ein neues mit einer Antwort auf den lächerlichen Shitstorm. Schöneberger hatte in einem vorausgegangen Clip erklärt: „Also, jetzt mal ganz ehrlich, Freunde. Irgendwann ist auch mal Schluss, Männer dürfen gerne von mir aus lustige hochgekrempelte Hosen tragen und kurze Jackets, die überm Arsch enden – macht das, wenn ihr wollt. Aber wenn ihr euch jetzt auch noch schminkt – ich finde, irgendwo ist auch mal ein Punkt. Männer sind Männer, Männer sollen irgendwie auch Männer bleiben. Ich finde, es müssen nicht alle das Gleiche machen. Ich möchte auch ’ne Frau sein und ich möchte aber auch, dass der Mann ein Mann bleibt und deswegen bitte nicht schminken – auch nicht die Augenschatten abdecken, das ist auch schon schminken und auch nicht die Wangen irgendwie betonen oder so.“

Nicht wenige User der 30.000 Kommentatoren werfen ihr ein veraltetes Weltbild oder gar „Homophobie“ vor.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Barbara Magazin (@barbaramagazin) am Nov 4, 2019 um 5:14 PST

Nun setzte sich die Königin der Selbstironie und die arg Gescholtene ungeschminkt vor die Kamera der Instagramseite ihres monatlichen Magazins „Barbara“ und reagierte auf den Shitstorm im Netz, denn „es hat nämlich jetzt tatsächlich schon etwas große Formen angenommen, die mir unheimlich wurden.“

„Kann sein, dass ich zu alt bin“

„Sollte ich mich missverständlich ausgedrückt haben: Ich habe nicht die Jungs gemeint, die sich regelmäßig schminken, die bunt sind, die ihre Individualität ausdrücken wollen. Ich hab eher so ein bisschen über die gesprochen, die ich früher gedatet habe und die waren tatsächlich – haltet mich bitte nicht für spießig – nicht geschminkt.“

Weiter erklärte die Spaßkanone in dem knapp zweiminütigen Clip, sie gehöre ja auch zu einer ganz anderen Generation. „Vielleicht hat sich das inzwischen alles so gewandelt und ich kann gar nicht mehr mitreden. Viele haben mir auch vorgeworfen, ich sei übrigens zu alt und könne gar nicht mehr mitreden: Das kann sein.“

 Barbara Schöneberger

Starpress

Sie sei ja auch nicht ins deutsche Showgeschäft gegangen, um nicht immer nur politisch korrekt sein zu müssen, so Schöneberger weiter. „Ich halte das für ’ne sehr große Qualität unseres Landes, dass das so sein kann. Und da ist es natürlich in der Vergangenheit schon passiert, dass ich Leuten auf die Füße getreten habe. Und ich fürchte, es wird vielleicht auch noch in der Zukunft passieren.“

„Leute, nehmt doch nicht alles so ernst“

Abschließend stellt die Sängerin und Moderatorin klar: „Es ist nie ein päpstliches Dekret, was ich sage. Es ist nie politisch. Es ist einfach immer nur Showgeschäft.“ Siehste. So einfach kann das sein. Eine Kundin des ‚Barbara‘-Instagram Accounts schreibt: „Schrecklich, dass man sich heute für alles rechtfertigen muss. Dieser Wahnsinn ist doch nicht mehr normal!“

Doch das Gedöns ihrer Follower geht weiter. Eine andere schreibt: „Liebe Barbara, ich finde dich wirklich cool und gerade deine natürliche, unverbogene Art ist eine grosse Qualität. Aber deine Aussage, dass du natürlich nicht die ‚bunten Jungs‘, die sich ‚mit Make-up ausleben wollen‘ gemeint hast, macht die ganze Geschichte nicht besser. Sind die ‚bunten Jungs‘ etwa keine richtigen Männer, weil diese möglicherweise schwul sind und somit eh kein Datingpotenzial vorliegt?“

Ansonsten haben die Leute offenbar keine weiteren Probleme.

Was sagst du zu dem Schöneberger-Shitstorm?

Nein, die Leute haben recht. So geht es nicht!
Barbara weiter so! Du bleibst die Beste!
Ist mir völlig wurscht, Kinder.

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