Ermittlungen zu tödlichen Schüssen in Hannover und Celle

Die Spurensicherung der Polizei fotografiert den beschossenen Mercedes an der Herschelstraße in Hannover.
Die Spurensicherung der Polizei fotografiert den beschossenen Mercedes an der Herschelstraße in Hannover.

Julian Stratenschulte/dpa

04.06.2021 05:46 Uhr

Zweimal an einem Tag sterben in Niedersachsen Menschen durch Schüsse. Die Behörden ermitteln. Zumindest in einem Fall zeichnet sich ein Motiv ab.

Eine Frau und ein Mann starben in Celle, ein Autofahrer in Hannover – nach den tödlichen Schüssen in Niedersachsen setzt die Polizei ihre Ermittlungen fort. Vor dem Amtsgericht Celle hatte gestern ein 78-Jähriger erst eine 49 Jahre alte Frau und dann sich erschossen.

In der Innenstadt von Hannover gab es eine Auseinandersetzung zwischen den Insassen zweier Autos, bei der ein 30 Jahre alter Mann starb. Nördlich von Hannover – in Langenhagen – stürmten Spezialkräfte am Abend noch eine Wohnung. Ein Polizeisprecher bestätigte einen Zusammenhang zwischen dem SEK-Einsatz und dem Toten aus der Innenstadt. Ob ein Verdächtiger gefasst wurde, wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen aber zunächst nicht sagen. Die Tat ereignete sich nachmittags auf einer viel befahrenen Kreuzung. Aus einem Wagen heraus wurde mindestens ein Schuss abgegeben, wie die Polizei am Abend mitteilte. Der Fahrer des anderen Autos habe dann beschleunigt, die Kreuzung überquert und sei frontal gegen den Mast eines Verkehrsschildes geprallt. Wenig später brach ein 30 Jahre alter Insasse des Autos zusammen – uns starb.

Die Polizei sperrte den Tatort weiträumig ab, was massive Staus in der Innenstadt bis in die Abendstunden verursachte. Auch zu Fuß kamen Anwohner nur mit Mühe in die Sperrzone hinein. Mitarbeiter der Spurensicherung untersuchten in weißen Schutzanzügen die Autos.

Die Schüsse am Amtsgericht Celle fielen morgens in der Nähe des Eingangs. Die Toten seien Beteiligte einer Mietsache gewesen, in der es um eine Räumungsklage ging, berichtete das Magazin „Legal Tribune Online“ (LTO). Der Mann sei Mieter, die Frau Vermieterin der Wohnung gewesen. „Das war eine ganz normale Mietsache“, zitierte LTO den Amtsgerichtsdirektor Dieter Philipp Klass.