Ethan Hawke über die traurige „männliche Sexualität“ von heute

Ethan Hawke über die traurige "männliche Sexualität" von heute
Ethan Hawke über die traurige "männliche Sexualität" von heute

© IMAGO / VCG

01.02.2021 19:35 Uhr

Ethan Hawke ist der Meinung, dass wir in einer zu "starren Zeit" leben, um über "männliche Sexualität" sprechen zu können.

Der 50-jährige Schauspieler ist der Ansicht, dass die sexuelle Identität ein großer Teil des Lebens sei und fürchtete sich beim Schreiben seines neuen Romans „A Bright Ray of Darkness“ (dt.: ‚Ein glänzender Lichtstrahl der Dunkelheit‘) wegen der aktuellen sogenannten „Cancel-Kultur“ davor, offen über Sex zu schreiben.

Die sexuelle Identität definiert unser Leben

In einem Interview mit ‚The Observer The New Review‘ erzählte Hawke: „Unsere sexuelle Identität und die Beziehung, die wir dadurch haben, mit uns selbst und zu anderen, definiert unser Leben. Und angesichts der Cancel-Kultur und des Shamings – während ganz viel von diesem Moment sehr hilfreich ist – ist es eine schwierige Zeit, um zu sagen, ‘Ich möchte offen mit den Eigenheiten der menschlichen Sexualität umgehen.’“

Keine guten Zeiten für die männliche Sexualität

Weiter sagte Ethan Hawke: Was war noch gleich dieser großartige Spruch von Mark Twain? ‘Die Kunst zielt darauf ab, Schamgefühle zu entschärfen.’ Wir befinden uns derzeit in dieser Phase, in der man nicht einmal über schlechtes Verhalten schreiben darf, weil es dann so wirken könnte, dass man das dulden würde. Man muss dazu in der Lage sein können, einen Charakter zu erschaffen, der Dinge tut, von denen er wünschte, dass er sie nicht täte. Für mich war das ein Hin und Her, weil es einfach eine zu starre Zeit ist, um über männliche Sexualität zu sprechen.“ (Bang)