EU-Behörde gibt grünes Licht für Johnson-Impfstoff

Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson.
Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff des US-Pharmakonzerns Johnson & Johnson.

./Johnson & Johnson/AP/dpa

20.04.2021 16:33 Uhr

Der Corona-Impfstoff des Herstellers Johnson & Johnson ist nach Fällen von Blutgerinnseln erneut geprüft worden. Jetzt liegt das Ergebnis der EMA vor.

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson kann in der EU nach Prüfung der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) uneingeschränkt verwendet werden.

Der Wirkstoff könne in sehr seltenen Fällen Blutgerinnsel auslösen, teilte die EMA in Amsterdam mit. Bereits vorab wurde erklärt, dass die „Vorzüge des Impfstoffs, Covid-19 zu verhindern“, höher zu bewerten seien als die Risiken von Nebenwirkungen.

Die Experten der Amsterdamer Behörde hatten den Impfstoff erneut geprüft, nachdem in den USA sechs Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen aufgetreten waren.

Johnson & Johnson hatte erst vor einer Woche mit der Lieferung seines Präparats in die EU-Staaten begonnen. Der Hersteller rief dazu auf, bis zur Klärung den Impfstoff nicht anzuwenden.

In den USA wurden bisher rund 6,8 Millionen Personen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft.