„Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“: Hit aus Netflix-Film oscarnominiert

"Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga": Hit aus Netflix-Film oscarnominiert
"Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga": Hit aus Netflix-Film oscarnominiert

John Wilson/NETFLIX © 2020

21.03.2021 21:28 Uhr

Der Song „Husavik“ aus der Komödie „Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“ mit Will Ferrell und Rachel McAdams in den Hauptrollen, hat es in die Oscar-Nomierungen 2021 geschafft.

Der Film, in dem sich alles um den Eurovision Song Contest dreht, ist eine Komödie, die den jährlich stattfindenden Wettbewerb mit Huldigungen überhäuft. Mit anderen Worten: der Film ist voll und ganz für ESC-Fans tauglich.

Konkurrenten um die Oscar-Trophäe

Der Schmachtfetzen „Husavik – My Home Town“ geht ins Rennen zusammen mit 4 weiteren Film-Songs. „Husavik“ ist isländisch ist meint „Meine Heimatstadt“ – es geht um ganz tiefe Gefühle für Land und Leute und wenn das kein ESC-taugliches Material zum Vortrag ist, dann wissen wir auch nicht weiter.

"Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga": Hit aus Netflix-Film oscarnominiert

Jonathan Olley/NETFLIX © 2020

Aber sehen wir uns mal an, wer denn noch im Rennen ist um den tollsten Song für den Oscar 2021! Ganz schweres Geschütz gegen „Husavik“ ist der portugiesische Titel „Lo sí“ („Seen“) von Laura Pausini aus „Du hast das Leben vor dir“ mit der einzigartigen Sophia Loren in der Hauptrolle. Der Titel ist eindeutig ein starker Widersacher zu „Husavik“. „Lo sí“ hat in Sachen Pathos auch allerhand zu bieten, es ist zweifellos ein tolles tiefgehendes Lied.

Die anderen Nominierungen für den Besten Song könnten kaum unterschiedlicher sein. Da wären aus dem Gerichts-Thriller „The Trial of the Chicago 7“ der sehr gefällig klingende Titel „Hear my Voice“ von Shootingstar Celeste. Etwas funkiger geht es zu in „I Fight for You“ von H.E.R., der für den Politik-Streifen „Judas and The Black Messiah“ antritt. Der 5. nominierte Song ist wieder ein schlichter, aber auch zu Herzen gehender Folksong: „Speak Now“ aus „Eine Nacht in Miami“.

Darum geht’s in „ESC: The Story of Fire Saga“

Die isländische Band „Fire Saga“ ist eigentlich ein Duo. Da wären Sigrit Ericksdottir (Rachel McAdams) und Lars Erickssong (Will Ferrell). McAdams ist Kanadierin und Farrell US-Amerikaner – das sind schon mal wunderbare Voraussetzungen für eine isländische Combo, deren ganzes Dasein sich um den ESC dreht, nicht wahr? Besonders Lars ist besessen von dem Wunsch, es einmal allen zu beweisen, was für ein toller Musiker in ihm steckt. Er gehört auf die ganz große Bühne und nicht aufs Fischerboot, denn für stinkende Meeresfrüchte hat er nun wirklich kein Talent.

Der Lars, den der Komiker Will Farrell kreiert hat, ist eine typische Figur für den 1,91 m-Star aus Übersee. Seine Bühnenpartnerin Sigrit (Rachel McAdams) ist da etwas anders gestrickt. Apropos gestrickt: für soviel Mut, diese Klamotten mit Grandezza zu tragen, wurden schon mal jede Menge Likes gegeben.

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John Wilson/NETFLIX © 2020

Jedem ESC-Fan wird sicher das Herz höher schlagen, wenn es in schönster Party-Atmosphäre im schönen Edinburgh, wo der fiktive ESC stattfindet, zu einem sehr schmissigem Madley mit vielen echten ESC-Stars kommt. Bei der Gesangseinlage machen das Who-is-Who der Szene u.a. Conchita Wurst mit.

Ein Ex-007-Agent mit Zottelbart mischt auch mit

Die US-amerikanische Komödie setzt nicht auf die Star-Power von Ferrel und McAdams, sondern hat auch in den Nebenrollen ein gutes Händchen. Hervorzuheben ist der Ire Pierce Brosnan, der in „ESC“ zwar nicht singt, aber den wir in allerbester Erinnerung aus „Mamma Mia!“ haben. Brosnam spielt den mürrischen Vater von Lars, der seinen Sohn für einen Totalversager hält. Die Komödie ist so international besetzt, wie es nur geht. Der schwedische Star Mikael Persbrandt tritt verlässlich böse auf. Der Schauspieler hat in Deutschland mit seiner Rolle als Polizist Gunvald Larsson in „Kommissar Beck – Die neuen Fälle“ eine große Fangemeinde gewonnen.

Unbedingt erwähnen müssen wir noch den englischen Showmaster Graham Norton, der als Kommentator in winzig kleiner Box die Auftritte auf der ganz großen Bühne auf seine charmant-witzig-bissige Art moderiert. Ein kleiner Extrabonbon mit Lachgarantie.

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© Netflix

Rachel McAdams singt nicht selbst

Der Schauspieler und Comedian Will Ferrell hat alle Songs selbst mit eingesungen – das trifft auf seine Partnerin Rachel McAdams nicht zu. Sie spielt (nicht nur) die Gesangseinlagen überzeugend und liefert durchgängig eine großartige Performance. Den oscarnominierten Song „Husavik“ singt die schwedische Popmusikerin Molly Sandén, die auch unter dem Namen My Marianne auftritt. Die Voice Actress kennt den ESC gut, sie startete 2006 für ihr Land beim Junior ESC. Die 28jährige Stimmgewalt ist mit „Husavik“ und der Oscarnominierung in eine andere Dimension katapultiert.

Fazit: „European Song Contest: The Story of Fire Saga“ ist weit mehr als nur ein Gesangs-Wettbewerb. Dem ESC wird mit richtig viel Tam-Tam gehuldigt und ganz groß gefeiert.