Donnerstag, 15. Februar 2018 19:38 Uhr

Eva Habermann macht Theater

Ab heute ist Eva Habermann in einer Hauptrolle im Boulevard-Theaterstück „Fremde Verwandte“ zusammen mit u.a. Christian Wolff zu sehen. Die Vorstellungen im Contrakreis Theater in Bonn finden bis zum 15. April 2018 jeden Tag abends um 20:00 Uhr, außer montags, statt. Wir haben mit Eva gesprochen.

Eva Habermann macht Theater

Foto: Henrike Kessler/ Rikissima

Wie kam es zu dem Engagement mit dem Contra-Kreis-Theater?
Ich stand bereits vor 4 Jahren schon einmal bei Rene Heinersdorf zusammen mit Christine Kaufmann im „Theater an der Kö“ auf der Bühne. Wir wollten schon seit längerer Zeit gemeinsam etwas auf die Beine stellen, bei mir kam nur zeitlich leider immer wieder etwas dazwischen. Umso mehr freue ich mich, dass es nun bei diesem äußerst witzigen Theaterstück klappt.

Das Contra-Kreis-Theater ist das älteste Bonner Privattheater. Was macht die Atmosphäre dort so besonders?
Ich liebe allgemein traditionelle Theater, die eine gewisse Intimität ermöglichen und den Zuschauer ganz in ihren Bann ziehen und die Realität vergessen lassen. Bei dem Contra-Kreis-Theater ist das Ungewöhnliche, wie der Name „Kreis“ schon andeutet, dass das Publikum, dadurch dass die Zuschauersitze kreisförmig um die Bühne angeordnet sind, unmittelbar bei den Schauspielern und somit direkt im Geschehen sitzt. Genau so stelle ich mir einfach allgemeinhin ein Boulevardtheater vor.

In welcher Rolle bist Du in „Fremde Verwandte“ zu sehen und wie bereitest du dich darauf vor?
Ich spiele Nicole, die leicht verwöhnte junge Frau von Grandseigneur Heinz (gespielt von Christian Wolff), die als Mutter eines Kleinkindes eine Lebenskrise hat, nicht genau weiß, was sie derzeit machen kann, um ihr Leben mit neuem Sinn zu füllen, außer eventuell mit einem zweiten Kind. Sie geht aus ihrer Unzufriedenheit heraus regelmäßig zu einem Psychocoach von dem sie sich einreden lässt, es sei überhaupt erst mal eine gute Idee ihren Mann zu verlassen, wodurch das Chaos in ihrem Leben allerdings nicht besser wird.

Kanntest du deine Kollegen bereits vorher? Wie ist die Zusammenarbeit?
Christian Wolff kenne ich nur aus dem Fernsehen aus der Lieblingsserie meiner Mutter – „Forsthaus Falkenau“ – und da macht er immer einen sehr sympathischen und besonders ausgeglichenen Eindruck. Er spielt in dem Theaterstück „Fremde Verwandte“ meinen Mann. Seinen Sohn Patrick habe ich schon des Öfteren getroffen, wie z.B. auch bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg wo er im Jahr davor auch eine Saison als Schauspieler mit von der Partie war. Ich finde es sehr spannend nun mit beiden gemeinsam auf der Bühne zu stehen, da sie ja auch im Theaterstück Vater und Sohn sind. Authentischer geht es nicht…

Bei dem Stück handelt es sich um eine Komödie. Worin besteht die Kunst, das Publikum zum Lachen zu bringen?
Das Publikum darf auf keinen Fall das Gefühl haben, man wolle sie gerade zwanghaft zum Lachen bringen, frei nach dem Motto: „Man merkt die Absicht und man ist verstimmt.“ Ganz im Gegenteil, der Zuschauer soll das Gefühl haben, er sei Zaungast bei einer ganz alltäglichen Situation, die jedoch komplett aus dem Ruder läuft, weil mehrere Ereignisse oder Missgeschicke in sehr ungünstigem Timing für den Protagonisten eintreffen. Der Zuschauer erkennt sich selbst wieder und kann darüber gut lachen, eben weil er bei der Farce – wie unser Leben teilweise wirklich ist – von außen zuschauen darf und somit von den Konsequenzen des Geschehens komplett unbeeinträchtigt bleibt.

Hast du ein bestimmtes Ritual bevor es auf die Bühne geht?
Bevor ich auf die Bühne trete, sammele ich mich, fokussiere meine Gedanken auf die Rolle, gehe in Gedanken das gesamte Stück nochmal durch und konzentriere mich 5 Minuten lang nur auf meinen Atmen.

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