Mittwoch, 17. Februar 2010 12:41 Uhr

Ewan McGregor knutscht gerne große Jungs

Ewan McGregor zeigt seit einigen Jahren keinerlei Scheu, auch Männer in Filmen zu küssen, wie in seinem jüngsten Film “I Love You Philip Morris‘ (Produzent Luc Besson!).  Denn im nächsten Monat startet in den USA (bei uns am 29. April) die brilliante Gay-Komödie mit Jim Carrey, basierend auf einer wahren Geschichte. Der schottische Superstar McGregor ist aus diesem Anlaß Coverboy der März-Ausgabe des US-Schwulenmagazins ‚Out‘. Dafür hat er sich ordentlich im Dreck gewälzt.

Dem Magazin sagte er: „Es ist mir egal, ob jemand einen Mann oder einer Frau liebt. Ich finde die Idee der Liebe und Romantik interessant. Ich habe eine Schwäche dafür. Ich spiele gerne einen Verliebten, weil ich diese Empfindungen mag.“ Ewan mag es, Männer im Film zu küssen: „Als ein heterosexueller Junge ist das außerordentlich interessant. Ich erinnere mich daran, wir mich ein echter Rausch, ein ganz leichtes Machtgefühl beim ersten Mal überkommen hat. Ich küsse gerne Jungs im Film. Alles auf einem Filmset, das einen so überrascht und das Blut zum Kochen bringt, ist gut. Ich habe immer Interesse daran, verschiedene Leute in den verschiedensten Situationen darzustellen.“. Das erste Mal tat er das 1996 in ‚The Pillow Book‘ und später mit Jonathan Rhys Myers in ‚Velvet Goldmine‘. „Ich kann mich daran erinnern, wie ich Johnny küsste. Wir mussten es schnell am Ende des Tages drehen. Es war aber auch nur ein elektrisierender Moment, weil ich mich umgeschaut habe und ein paar britische Elektriker herum standen, die wahrscheinlich alle ungeoutete Homosexuelle waren, und ‚Scheisse, nein‘ raunten.“

D5_02110 photo Glenn Watson

Der Film ‚I Love You Philip Morris‘ erzählt die kaum fassbare Karriere des Ex-Polizisten, Ex- Ehemanns, Ex-Versicherungsvertreters, Ex- Musterhäftlings, genialen Hochstaplers und ewigen treuen Liebhabers seines Zellengenossen Phillip Morris.  Der mit Ewan McGregor und Jim Carrey als Liebespaar brillant und hochkarätig besetzte Film von Glenn Ficarra und John Requa zeigt, was alles passieren kann, wenn das unbeugsame Gesetz, ein unbezähmbarer Drang nach Freiheit und die große Liebe aufeinander prallen.

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Und darum geht’s: Der unauffällige Geschäftsmann Steven Russell (Jim Carrey) führt ein geregeltes Leben mit Frau, Kind, Haus und sonntäglichem Gesang im Kirchenchor. Bis ein Autounfall ihm zu  einer profunden Erkenntnis verhilft: Er ist schwul. Fortan lässt er keine Party, kein  exklusives Restaurant und keinen knackigen Kerl mehr aus.  Das pralle Leben erweist sich als kostspielig, aber Steven beweist ungemein viel  Phantasie in der regelmäßigen Beschaffung der notwendigen Finanzmittel. Natürlich geht  das nicht lange gut und er landet im Knast. Dort lernt Steven seine große Liebe, den  zurückhaltenden Phillip Morris (Ewan McGregor), kennen. Und damit fangen die Probleme  für Steven überhaupt erst so richtig an…

D24_05922 photo Patti Perret

Die wahre Geschichte hinter der Rolle: Mit einem Intelligenzquotient von über 169 als „außergewöhnlich begabt“ gesegnet, war Steven Russell klug genug zu wissen, dass sich der überall existierende Bürokratismus  trefflich zum eigenen Vorteil ausnutzen lässt. Schnell erkannte er, wie er bestimmte  Situationen für sich ausnutzen konnte, egal ob es sich um hoch bezahlte Jobs handelte  oder um ebenso lukrative Schwindeleien.

Dabei war er gar kein Verbrecherkönig“, erklärt Co-Drehbuch-Autor Glenn Ficarra. „Er hat ein paar wirklich dreiste Dinger gedreht, aber das Entscheidende dabei war selten seine Konsequenz und  Planung, sondern immer seine unglaubliche Kühnheit“, fügt Requa hinzu. „Seine Fähigkeit  zu glauben, dass er wirklich alles schaffen könne, was er nur wolle, machte ihn allerdings  zunehmend blind für die Wirklichkeit“, ergänzt Lazar.

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