Ex-Kollege über Britney Spears: „Ein Kleinkind ohne Rechte“

Britney Spears
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IMAGO / Future Image

16.02.2021 21:15 Uhr

Der Vormundschaftsprozess und die Entmündigung von Britney Spears sorgen aktuell überall für Schlagzeilen. Musikproduzent Claude Kelly, mit dem Britney 2008 zusammenarbeitet, ergreift nun öffentlich Partei für die Sängerin.

Die ganze Welt sorgt sich um Britney Spears (39). 2008 wurde die Sängerin entmündigt. Seitdem ist ihr Vater Jamie Spears für Finanzen und wichtige Entscheidungen zuständig. Vor Gericht kämpft die Mutter von zwei Kindern gegen die Vormundschaft. Im August letzten Jahres wurde der Antrag abgelehnt. Nun meldet sich ein Ex-Kollege der Sängerin zu Wort und der ist ganz klar der Meinung, dass die aktuelle Situation längst nicht mehr angemessen ist.

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Claude Kelly packt aus

Claude Kelly und Britney haben 2008 gemeinsam an ihrem Album „Circus“ gearbeitet. Während der Zusammenarbeit erlebte der Sänger und Musikproduzent hautnah, was es heißt, Britney Spears zu sein. Zu dieser Zeit wurde die heute 39-Jährige nach ihrem Zusammenbruch unter Obhut ihres Vaters Jamie Spears und ihres damaligen Anwalt Andrew Wallet gestellt. Seitdem übernimmt vor allem Papa Jamie die Kontrolle über Britneys Privatleben und ihre Karriere.

Schlecht behandelt und ausgenutzt

Gegenüber der Zeitung „The Sun“ erinnert Claude Kelly sich, wie sehr die Sängerin damals von Fotografen und Journalisten belagert wurde: „Das Aufnahmestudio, in dem wir arbeiteten, hatte wirklich hohe Zäune und sie kletterten die Zäune hoch und schnitten Löcher in das Gitter, um sie zu fotografieren. Es war ein buchstäbliches Chaos. Und sie war wirklich sehr ruhig, sehr schüchtern und hielt sich abseits. Was ich verstand, war, dass sie offensichtlich schlecht behandelt wurde und man sie so sehr ausnutzte, dass sie sich eine Mauer aufbaute.“

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So war die Zusammenarbeit mit Britney

Eine Vormundschaft scheint in seinen Augen nicht mehr nötig zu sein, denn auch die Arbeitsweise der Sängerin war schon während der Kollaboration immer vorbildlich. So erzählt er in dem Interview, dass sich die „Baby One More Time“-Sängerin trotz der chaotischen Situation „unglaublich professionell“ verhalten und sich voll und ganz auf die Arbeit konzentriert habe.

Britney Spears ist voller Demut und Dankbarkeit

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„Es macht keinen Sinn“

Dass Britneys Leben auch heute noch, 14 Jahre nach ihrem Zusammenbruch, immer noch in den Händen von Jamie Spears liegt, kann Claude Kelly nicht verstehen. Im Interview sagt er: „Sie ist 39 und sie hat das eine lange Zeit lang gemacht, es macht keinen Sinn, dass sie wie ein Kleinkind behandelt wird, das keine Rechte hat.“ und stellt sich damit ganz klar auf Britneys Seite. (Bang/AB)