Im Kampf gegen den BrustkrebsEx-„Miss Germany“ Katrin Wrobel musste Brust amputieren lassen

Katrin Wrobel spricht offen über ihre Mastektomie. (jom/spot)
Katrin Wrobel spricht offen über ihre Mastektomie. (jom/spot)

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SpotOn NewsSpotOn News | 28.12.2022, 10:34 Uhr

Moderatorin und Schauspielerin Katrin Wrobel musste sich nach ihrer Brustkrebsdiagnose eine Brust abnehmen lassen. Die vergangenen Monate beschreibt sie in einem Interview als "eine Achterbahnfahrt der Gefühle".

Die ehemalige „Miss Germany“ und „Glücksrad“-Buchstabenfee Katrin Wrobel (45) hat im Interview mit der „Bild“-Zeitung über ihre Brustkrebserkrankung gesprochen. „Ich habe seit Jahren eine Brustdrüse, die sich immer wieder mit Wasser füllt, aber auch wieder abschwillt, das ist im Zyklus nicht ungewöhnlich.

Dann habe ich jedoch diesen Sommer festgestellt, dass das Ding ziemlich rasant größer wurde und irgendwann bei jeder Bewegung anfing zu schmerzen“, erzählt die Moderatorin und Schauspielerin, die sich danach einer Mammographie und einer Biopsie unterzog.

Mastektomie war notwendig

Die zweite Probe aus dem Tumor habe Krebszellen enthalten, weshalb im September der Tumor aus der linken Brust herausoperiert worden sei, erklärte Wrobel weiter. Ein Arzt habe ihr anschließend mitgeteilt, dass am Rande des Tumors Krebszellen gefunden worden wären. Dadurch konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Krebszellen im Brustdrüsengewebe gestreut hätten. Eine Mastektomie, die komplette Entnahme der Brustdrüse und der Wiederaufbau der Brust mit Silikon, sei notwendig gewesen. „Vor drei Wochen habe ich sie durchführen lassen“, erzählt die 45-Jährige. „Meinen linken Arm kann ich seitdem nur eingeschränkt bewegen, auch nicht schwer heben. Bis März soll meine Genesungsphase gehen.“

Mit dem Implantat habe sie zunächst ihre Probleme gehabt, offenbart Wrobel. „Ich weiß, es gibt ja Frauen, die entscheiden sich freiwillig für Silikon. Ich gehörte aber nie dazu. Aber wenn dir ein Teil deiner Weiblichkeit genommen wird, ist das etwas ganz anderes.“ Langsam habe sie sich dann an das Silikon-Kissen gewöhnt.

Keine Chemo oder Bestrahlung

Weil keine sichtbaren nachgewiesenen Knoten direkt unter der Haut oder der Brustwarze gefunden worden seien, brauche sie sich keiner Chemotherapie oder sogar Bestrahlung unterziehen, sagt Wrobel weiter. In der rechten Brust sei zudem zum Glück kein Krebs entdeckt worden. Die Ärzte hätten ihr daher davon abgeraten, die gesunde Brust auch abzunehmen. „Falls ich doch noch mal Therapien über mich ergehen lassen müsste, wäre es nicht so einfach, wenn schon ein Implantat drin wäre.“

Ihre Familie hat ihr in diesen letzten Monaten, die „eine Achterbahnfahrt der Gefühle“ gewesen seien, starken Rückhalt gegeben. Ihr Mann sei jeden Tag in die Klinik gekommen und habe sie nicht alleine gelassen. Ihre 13-jährige Tochter sagte zudem zu ihr: „‚Wir schaffen das! Wir boxen den Krebs einfach weg!‘ Sie hat es richtig gut gewuppt. Ich bin total stolz auf sie.“

Die gebürtige Berlinerin Katrin Wrobel wurde 2002 zur „Miss Germany“ gekürt. Danach war sie in der Quizshow „Glücksrad“ als Buchstabenfee im Einsatz und übernahm verschiedene Schauspielrollen. Im TV und auf Events übernimmt sie zudem Moderationen.