Mittwoch, 31. Juli 2019 13:09 Uhr

Fall A$AP Rocky: Weißes Haus schickt jetzt Experten für Geiselnahmen

US-Sondergesandter Robert C. O'Brien (M) trifft im Gericht ein. Foto: Erik Simander/TT NEWS AGENCY

Wegen einer Prügelei sitzt er seit mehr als drei Wochen in schwedischer Untersuchungshaft. Jetzt hat das Verfahren gegen A$AP Rocky und zwei seiner Begleiter begonnen.

Fall A$AP Rocky: Weißes Haus schickt jetzt Experten für Geiselnahmen

US-Sondergesandter Robert C. O’Brien (M) trifft im Gericht ein. Foto: Erik Simander/TT NEWS AGENCY

Im Fall des inhaftierten amerikanischen Rappers Asap Rocky hat die US-Regierung einen ranghohen Experten für Geiselnahmen nach Schweden geschickt. Botschafter Robert O’Brien reise auf Verlangen des Weißen Hauses, erklärte am Dienstagabend (Ortszeit) eine Sprecherin des Außenministeriums in Washington. Die schwedische Nachrichtenagentur TT hatte zuvor berichtet, O’Brien habe dem Auftakt der Gerichtsverhandlung in Stockholm beigewohnt. Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, kommentierte O’Briens Einsatz auf Twitter mit den Worten „der Druck steigt“.

Auf Anweisung des Weißen Hauses

Der Fall hat international große Aufmerksamkeit erregt, weil sich US-Präsident Donald Trump mehrfach für den Rapper eingesetzt hat. In einem Telefonat mit Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven etwa forderte Trump die Freilassung des 19-Jährigen, der mit bürgerlichem Namen Rakim Mayers heißt.

Fall A$AP Rocky: Weißes Haus schickt jetzt Experten für Geiselnahmen

Foto: Imago Images / ZUMA Press

Botschafter O’Brien ist Sondergesandter des US-Präsidenten für Geiselnahmen, wie es auf der Webseite des Außenministeriums heißt. Die Sprecherin des Ministeriums nannte keine Einzelheiten zu O’Briens Mission. Sie erklärte aber, die Unterstützung im Ausland festgenommener US-Bürger sei „eine der wichtigsten Aufgaben des Außenministeriums und der US-Botschaften im Ausland“.

Asap Rocky und zwei seiner Begleiter sollen Ende Juni in der schwedischen Hauptstadt einen 19-jährigen Mann zusammengeschlagen haben. Der Anwalt des Rappers wies jede Strafschuld zurück und erklärte, sein Mandant habe in Notwehr gehandelt. Für das Verfahren wegen Körperverletzung hat das Gericht drei Tage angesetzt. (dpa/KT)

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