Freitag, 14. Dezember 2018 20:26 Uhr

Fatih Akins Horrorfilm „Der Goldene Handschuh“ startet auf der Berlinale

Foto: bombero int. / Warner Bros. Ent.

Die Berlinale hat die ersten Filme für den offiziellen Wettbewerb bekanntgegeben. Unter den Bären-Anwärtern ist ein deutscher Regisseur, der die Trophäe schon einmal gewonnen hat.

Fatih Akins Horrorfilm "Der Goldene Handschuh" startet auf der Berlinale

Fatih Akin und Jonas Dassler. Foto: bombero int. / Warner Bros. Ent. / Foto: Boris Laewen

Regisseur Fatih Akin (45) geht mit seinem Horror-Thriller „Der Goldene Handschuh“ ins Rennen um den Goldenen Berlinale-Bären.

Auch der Franzose Francois Ozon, die Österreicherin Marie Kreutzer und die Deutsche Angela Schanelec schicken ihre neuen Filme in den offiziellen Wettbewerb der Berliner Filmfestspiele. Das teilte die Berlinale (7. bis 17. Februar 2019) am Donnerstag mit.

Akins „Der Goldene Handschuh“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Heinz Strunk über den Hamburger Frauenmörder Fritz Honka. Fatih Akin hatte im Jahr 2004 den Goldenen Bären für seinen Film „Gegen die Wand“ gewonnen. Jonas Dassler („Das schweigende Klassenzimmer“) spielt die Rolle von Honka, der seine Opfer in den 70er Jahren unter anderem in der St.-Pauli-Kneipe kennenlernte und die Leichenteile in seiner Mansardenwohnung aufbewahrte.

Fatih Akins Horrorfilm "Der Goldene Handschuh" startet auf der Berlinale

Foto: bombero int. / Warner Bros. Ent.

Darum geht’s im „Goldenen Handschuh“

Hamburg-St. Pauli in den Siebzigerjahren: Auf den ersten Blick ist Fritz Honka ein bemitleidenswerter Verlierertyp. Seine Nächte durchzecht der Hilfsarbeiter mit dem eingedrückten Gesicht in der Kiezkaschemme „Zum Goldenen Handschuh“. Hier, zwischen Säufern, Huren und anderen Nachtgestalten stellt der schmächtige Honka einsamen Frauen nach. Niemand ahnt, dass der harmlos wirkende Mann mit der Hornbrille in Wahrheit der vielleicht unheimlichste Serienmörder der deutschen Nachkriegszeit ist.

In seiner Wohnung schlägt, vergewaltigt und erwürgt Honka seine Opfer, zerstückelt sie und versteckt die Leichenteile in der Dachkammer. Gegen den Verwesungsgestank verteilt er Dutzende von Wunderbäumen im Zimmer. Als „Bestie von Altona“ erlangte der Frauenmörder Honka schaurige Berühmtheit. Doch dass er überhaupt gefasst wurde, war letztlich reiner Zufall…

Ein deutscher Kinostart ist noch nicht bekannt.

Fatih Akins Horrorfilm "Der Goldene Handschuh" startet auf der Berlinale

Jonas Dassler „in echt“. Foto: AEDT/WENN.com

Brecht-Premiere

„Ich war zuhause, aber“ heißt das Familiendrama, mit dem sich Regisseurin Angela Schanelec („Der traumhafte Weg“) um den Goldenen Bären bewirbt. Vor der Kamera standen für den Film Schauspieler wie Maren Eggert, Franz Rogowski und Lilith Stangenberg. Marie Kreutzer („Was hat uns bloß so ruiniert“) ist mit „Der Boden unter den Füßen“ im Wettbewerb, in dem unter anderem Pia Hierzegger und Mavie Hörbiger spielen.

François Ozon („8 Frauen“) ist mit dem Drama „Grace à dieu“ über pädophile Priester in der Bären-Konkurrenz. Ebenfalls im Wettbewerb: „A Tale of Three Sisters“ des türkischen Regisseurs Emin Alper („Jeder misstraut jedem“) und „Ghost Town Anthology“ des Kanadiers von Denis Coté („Vic + Flo haben einen Bären gesehen“).

Als Weltpremiere läuft in der Berlinale-Special-Reihe außer Konkurrenz das neue Werk von Heinrich Breloer („Die Manns – Ein Jahrhundertroman“). Für „Brecht“ standen unter anderem Burghart Klaußner, Tom Schilling, Adele Neuhauser, Trine Dyrholm und Mala Emde vor der Kamera.

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