Festnahmen nach internationaler Razzia gegen Drogenszene

Eine Polizeibeamtin steht in einem Zimmer im Hotel "Panorama" in der Nähe des Kurfürstendamms. Mit 300 Einsatzkräften durchsuchte die Polizei das zehngeschossige Gebäude. Nach Angaben einer Polizeisprecherin gehe es um den Verdacht des illegalen Glückspiels.
Eine Polizeibeamtin steht in einem Zimmer im Hotel "Panorama" in der Nähe des Kurfürstendamms. Mit 300 Einsatzkräften durchsuchte die Polizei das zehngeschossige Gebäude. Nach Angaben einer Polizeisprecherin gehe es um den Verdacht des illegalen Glückspiels.

Paul Zinken/dpa-Zentralbild/dpa

08.06.2021 04:01 Uhr

Die Operation gegen die Drogenszene war nach Angaben von Europol einzigartig. Allein in Deutschland durchsuchen Ermittler über 100 Objekte. Nun werden Details mitgeteilt.

Ermittler in Den Haag und in Hessen wollen heute über die Ergebnisse einer internationalen Razzia gegen die Drogenszene berichten. Dabei geht es um die festgenommenen Personen und die Hintergründe der großangelegten Ermittlungen gegen die Rauschgiftkriminalität.

Allein in Deutschland hatten die Einsatzkräfte der Polizei über 100 Wohnungen, Lagerhallen und Geschäftsräumen durchsucht. Der Schwerpunkt der Ermittlungen in Deutschland lag in Hessen. Das hessische Landeskriminalamt (LKA) berichtet von Festnahmen, nannte aber ansonsten noch keine Details.

Ermittler sprechen von internationalem Krypto-Netzwerk

Ausgangspunkt für die weltweiten Razzien war nach Angaben des LKA die Auswertung von verschlüsselter, internetbasierter Kommunikation durch Spezialisten der Polizei. Die Kriminellen hatten so ihre illegalen Geschäfte betrieben. Die Ermittler sprachen von einem sogenannten Krypto-Netzwerk, das international genutzt worden sei.

Durchsuchungen hatte es sowohl in Europa unter der Koordination von Europol als auch außerhalb Europas gegeben. An der Pressekonferenz in Den Haag werden daher Vertreter von Europol, dem amerikanischen FBI sowie der Polizei aus den Niederlanden, Schweden und Australien teilnehmen.

Die Ermittlungsergebnisse für Deutschland sollen laut LKA nicht auf einer Pressekonferenz, sondern schriftlich mitgeteilt werden. Die hessische Kriminalbehörde ist federführend bei den Ermittlungen in Deutschland.