Fiese Body Shaming Kommentare: Ruth Moschner wehrt sich

Ruth Moschner
Ruth Moschner

IMAGO / Future Image

09.02.2021 17:30 Uhr

Echte Frauen haben Kurven? Nö: Alle Frauen sind echte Frauen. Immer wieder werden öffentlich die Körper von Frauen beurteilt. Vor allem Stars und Sternchen sind oft von Body Shaming betroffen. Moderatorin Ruth Moschner hat davon genug und macht eine harte Ansage.

Zu viel auf den Hüften, zu kleine Brüste, zu großer Hintern: Irgendwas ist immer falsch und das am liebsten bei den anderen. Wenn nur noch Äußerlichkeiten beurteilt werden und das auch noch ungefragt, dann ist das nicht mehr einfach nur Meinungsäußerung, sondern Body Shaming. Vor allem Personen des öffentlichen Lebens müssen ständig Kritik an ihrem Äußeren über sich ergehen lassen.

Auch „The Masked Singer“ Moderatorin Ruth Moschner (44) musste bereits mit fiesen Kommentaren kämpfen, die auf ihren Körper abzielten. Jetzt holt sie jedoch zum Gegenschlag aus. Auf Instagram teilt sie einen kurzen Tanz-Clip, bei dem ihr Popo im Fokus steht. Für den musste die Moderatorin in der Vergangenheit oft Kritik einstecken, doch davon hat nun Ruth genug und zeigt den Hatern mit ihrem Posting ganz deutlich den virtuellen Mittelfinger.

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„Zu fett, zu breit, zu groß“

Die tägliche Quizsendung, die Ruth Moschner moderiert, schauen Millionen von Menschen. Klar, dass einige von ihnen ihr Feedback zur Show teilen wollen. Allerdings handelt es sich dabei nicht immer um Fanpost. Unter das kurze Instagram-Video schreibt Ruth: „Mir ist aufgefallen, dass ich vermehrt Post dazu bekomme. Post, die darauf abzielt, meinem Po mehr Wichtigkeit zu verleihen, als der Unterhaltsamkeit der Show. Er sei zu fett, zu breit, zu groß, zu wenig ‚altersgerecht‘ eingekleidet… Die Liste ist lang und beginnt immer mit ‚zu‘, ist halt schon auffallend.“

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Warum niemand das Recht hat einen fremden Körper zu beurteilen

Die freie Meinung ist in Deutschland das höchste Gut, aber sollten wir sie tatsächlich dazu nutzen, um die Körper von anderen Menschen zu beurteilen? Definitiv nicht! In Zeiten von Social Media, Face Tune und Co. ist der eigene Körper zum Aushängeschild geworden. Eine Einstellung, die absolut falsch ist. Wie andere Menschen aussehen, wieviel sie wiegen oder was sie tragen, geht uns schlicht und einfach nichts an.

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Body Shaming funktioniert in zwei Richtungen

Wenn es um Body Shaming geht, denken viele auch heute noch in Schubladen. Da gibt es die „Zu dick“-Schublade, die „Zu unförmig“-Schublade  und, und, und. Was dabei oft verdrängt wird? Auch jemanden als „zu dünn“ zu betiteln, kann betroffene Personen verletzen und fällt unter Body Shamming! Auch auf dieses Problem macht Moderatorin Ruth in ihrem Beitrag aufmerksam: „…wenn nicht das Wörtchen ‚dick‘ immer noch so negativ besetzt wäre. Übrigens ebenso wie ‚zu dünn‘. Denn ich sehe jetzt schon die Kommentare, ’nein, Frau Ruth, da ist alles dran, was eine Frau braucht‘ oder ’so muss eine Frau aussehen!‘. Hm. No? Frauen sehen nun mal so aus, wie Frauen aussehen, schmal, rund, bunt, dick, dünn, weich, hart, sportlich, Dingens“, schreibt sie unter den Post.

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So reagieren die Fans

Die Fans und Follower scheinen Ruths Meinung zu teilen. Eine Userin schreibt unter den Post: „Dass Mann/Frau sich in der heutigen Zeit mit solchen banalen Dingen überhaupt noch auseinandersetzen muss!? Spricht nicht gerade für unsere Gesellschaft. Gibt es nicht, gerade jetzt, Wichtigeres?“ Auch Kommentare wie: „Bleib wie Du bist, das ist herzerfrischend.“, finden sich zahlreich unter dem Beitrag.

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Nicht die Optik zählt

„Bleib wie du bist“ – genau die Message, die Ruth mit ihrem Posting teilen möchte. Abschließend schreibt sie „Spätestens mit 80, wenn wir unser Mittag püriert im Ohrensessel schlürfen, ist es wichtiger, die Sonne im Herzen zu haben. Wäre gut, wenn wir vor 80 damit anfangen.“ Recht hat sie! (AB)