Donnerstag, 1. November 2018 20:55 Uhr

Filmkritik „Der Nussknacker und die vier Reiche“: Für Klein und Groß!

Clara (Mackenzie Foy, rechts vorne) trifft auf Schauder (Richard E. Grant, links), Zuckerfee (Keira Knightley, Mitte) und Hagedorn(Eugenio Derbrez). Foto: Disney

Keira Knightley hat eine Frisur aus Zuckerwatte! Passend zur dunklen Jahreszeit gibt es ab heute von Disney „Der Nussknacker und die vier Reiche“. Die Realverfilmung basiert auf der Erzählung „Nussknacker und Mäusekönig“ von E.T.A. Hoffmann und dem Ballett „Der Nussknacker“ von Peter Tschaikowski.

Filmkritik "Der Nussknacker und die vier Reiche": Für Klein und Groß!

Clara (Mackenzie Foy, rechts vorne) trifft auf Schauder (Richard E. Grant, links), Zuckerfee (Keira Knightley, Mitte) und Hagedorn(Eugenio Derbrez). Foto: Disney

Ein trauriges Los

Clara Stahlbaum (Mackenzie Foy), ihr kleiner Bruder Fritz (Tom Sweet) und die Älteste Louise (Elli Bamber) stehen vor dem ersten Weihnachtsfest nach dem Tod ihrer Mutter. Der Vater (Matthew MacFadyen, 44, „Ripper Street“, „Stolz und Vorurteil“) möchte, dass die Familie wie jedes Jahr zum großen Weihnachtsfest geht. Bevor sie sich mit der Kutsche auf den Weg machen, verteilt der Vater an jedes Kind jeweils ein letztes Geschenk der Mutter. Clara erhält eine silberne Nuss, an deren Inhalt sie aber ohne Schlüssel nicht herankommt. Die Nuss bleibt zwar ungeöffnet, aber eine handgeschriebene Notiz der Mutter, lässt Clara lächeln: Alles was du brauchst, ist in der Nuss. Na, wenn das mal keine Motivation ist, den Schlüssel zu suchen!

Es wird spannend

Jedes Kind auf dem Weihnachtsfest erhält von Onkel Drosselmeyer (Morgan Freeman, 81, „Sieben“), der auch der Patenonkel von Clara ist, schickt jedes Kind auf die Suche nach seinem Geschenk. Damit beginnt Claras Abenteuer, denn sie landet in einer Winterlandschaft. In einem Baum hängt ein Schlüssel zum Greifen nah – aber eine Maus war schneller.

Mit dem Schlüssel im Mäulchen springt das Tier durch den Schnee, das Kind immer weiter hinterher und bald darauf steht Clare an einem Schlagbaum und trifft auf den Nussknacker (Jayden Fowora-Knight), der sich erst Käpt´n und später Philip nennen lässt.

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Claras Patenonkel Drosselmeyer (Morgan Freeman). Foto: Disney

In der Märchenwelt

Geheimnisvoll geht es in die Welt der vier Reiche. Clara lernt die Bewohner der Reiche der Schneeflocken, der Blumen und der Süßigkeiten kennen und ist überrascht, dass die exzentrischen Einwohner so gar nichts gegen sie haben. Die drei Reiche haben ein Problem: es gibt ein viertes und mit dem ist nicht gut Kirschen essen. Angeführt wird es von der Tyrannin Mutter Gigoen (Helen Mirren, 73, „Die Queen“) und wer je ihr Reich betreten hat, wurde nie wieder gesehen.

Im Wald von Mutter Gigoen wohnt außerdem eine unheimliche Gestalt, die aus lauter Mäusen besteht.

Das vierte Reich von Mutter Gigoen

„Mäuse?“, denkt Clara, „Eine Maus hat meinen Schlüssel geklaut!“, und will der Sache auf den Grund gehen. Die Zuckerfee (Keira Knightly, 33, „Kick it like Beckham“) bestärkt Clara darin, das Richtige zu tun. Nur mit dem Besiegen von Mutter Gigoen kann es wieder Frieden geben. Clara und Philip stürzen sich in das düstere Abenteuer im spukenden vierten Reich und lernen den Mäusekönig ein weiteres Mal kennen.

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Mutter Ingwer (Helen Mirren). Foto: Disney

Königin Clare und der Nussknacker gegen den Mäusekönig

Clare und Philip ziehen in den Kampf in das vierte Reich und müssen bald sehr schmerzhaft erfahren, dass sie von Suger Plum, der Zuckerfee, manipuliert wurden. Der gigantische Schaden, den sie aus Gutgläubigkeit angerichtet haben, kann nur mit Hilfe des Mäusekönigs wieder gutgemacht werden.

Filmkritik "Der Nussknacker und die vier Reiche": Für Klein und Groß!

Clara (Mackenzie Foy). Foto: Disney

Fazit: Wer Tschaikowskis „Nussknacker“ liebt, wird auch hier mit Ballettszenen belohnt. Wer E. T. A. Hoffmann kennt, weiß, dass es düster wird. Seine Erzählungen sind komplex und vielschichtig und trotzdem für Kinder geeignet. Mit der Erschaffung des mutigen Nussknackers und dem wuseligen Mäusekönig hat E. T. A. Hoffmann einen ganz eigenen Standard gesetzt, weit ab aller gesammelten Märchen der Gebrüder Grimm. Schön, dass Disney sich der Geschichte angenommen hat und wieder alle Gefühlslagen hervorruft. „Der Nussknacker und die vier Reiche“ ist ein wunderbarer Film für jedes Alter. (Kinotante Katrin)

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