27.02.2019 23:13 Uhr

Filmkritik „Escape Room“: Erster Teil einer neuen Horrorfilm-Reihe

Foto: Sony Pictures Entertainment

Das Geschäft mit sogenannten Escape Rooms, in die sich Adrenalinjunkies freiwillig sperren lassen, um sich mithilfe von Rätseln aus ihnen zu befreien, boomt. Das hat jetzt auch Hollywood entdeckt und aus dieser Idee einen Horrorfilm gesponnen.

Filmkritik "Escape Room": Erster Teil einer neuen Horrorfilm-Reihe

Foto: Sony Pictures Entertainment

In Horrorfilmen wird immer besonders kreativ gemordet. Kein Mord gleicht dem anderen. Das galt Anfang dieses Jahrhunderts vor allem für zwei Kinoreihen: In „Saw“ steckte ein krebskranker Irrer seine Opfer in eigens für sie errichtete Folterfallen.

In „Final Destination“ hingegen trat der Tod höchstpersönlich als Gegenspieler auf, vornehmlich aber ging es hier um den Spaß an den Verkettungen allzu unglücklicher Umstände, durch die ein Opfer nach dem anderen das Zeitliche segnen musste. Beide Filmreihen zogen mehrere Fortsetzungen nach sich, „Final Destination“ soll laut aktuellen Berichten bald wieder zum Leben erweckt werden. Bis es soweit ist, hilft der Horrorthriller „Escape Room“ erst einmal über die Durststrecke kurzweiliger Killerfilme hinweg und ist zudem eindeutig nur der Auftakt zu einem neuen Franchise.

Darum geht’s

Zoey (Taylor Russell) ist eine gute, aber zurückhaltende Studentin. In den Vorlesungen weiß sie die Antworten auf sämtliche Fragen, traut sich allerdings nicht, vor ihren Kommilitonen die Hand zu heben. Als sie eines Tages einen Würfel zugeschickt bekommt, der sie und einige andere junge Menschen zu einem Abenteuer einlädt, glaubt sie, dass dies eine Nachricht ihres Dozenten ist.

Filmkritik "Escape Room": Erster Teil einer neuen Horrorfilm-Reihe

Foto: Sony Pictures Entertainment

Alle Teilnehmer werden gemeinsam in einen Raum gesperrt und müssen sich mit Geschick und Körperkraft aus diesem befreien – ein sogenannter Escape Room. Doch diesmal ist alles anders, denn schon wenige Minuten nach ihrem Einzug in den Raum offenbart sich dessen Gefährlichkeit. Also müssen Zoey, Danny, Amanda und Ben zusammenhalten, um dieser tödlichen Falle zu entkommen.

Kluge Köpfchen kommen weiter?

Es ist im Horrorgenre ja durchaus eine Seltenheit, wenn man die geistigen Fähigkeiten der Figuren als Pluspunkt hervorheben kann. Im Falle von „Escape Room“ ist das allerdings fast eine selbsterfüllende Prophezeiung, denn wer schon einmal an einem solchen Abenteuerspiel teilgenommen hat, der weiß, dass man hier nur mit Köpfchen weiterkommt.

Filmkritik "Escape Room": Erster Teil einer neuen Horrorfilm-Reihe

Foto: Sony Pictures Entertainment

Die Figuren in „Escape Room“ müssen also eine gewisse Grundintelligenz vorweisen, um überhaupt ein paar Minuten zu überleben. So geht einem das Schicksal der Leidgenossen durchaus ans Herz – sie agieren einfach zu aufopferungsvoll und geben sich bis zuletzt Mühe, um dem Labyrinth aus tödlichen Fallen zu entkommen.

Sind die Vier erst einmal aus dem einen Raum geflüchtet, erwartet sie bereits das nächste stylische Gefängnis, für das die Lösung zum Entkommen ganz anders ist als noch im Raum zuvor.

Filmkritik "Escape Room": Erster Teil einer neuen Horrorfilm-Reihe

Foto: Sony Pictures Entertainment

Regisseur Adam Robitel („Insidious: The Last Key“) macht aus den verschiedenen Escape Rooms den eigentlichen Star, spielt mit diversen optischen Designs und macht dadurch Lust auf mehr. Dieses Mehr wird es aller Voraussicht nach auch geben; nicht nur, dass bereits Pläne für eine Fortsetzung vorliegen, im Finale weisen die Drehbuchautoren so offensichtlich auf eine Fortsetzung hin, dass man gar nicht anders kann, als ihr entgegenzufiebern.

Für Fans von „Cube“ oder „SAW“ doch genau das richtige Spektakel! (Antje Wessels, dpa)