Mittwoch, 6. November 2019 23:40 Uhr

Filmkritik „Midway – Für die Freiheit“: Roland Emmerich auf’m Schlachtfeld

Universum Film

In „Midway – Für die Freiheit“ verfilmt Roland Emmerich – Hollywoods Mann für’s Grobe – die Schlacht, die nach dem Angriff auf Pearl Harbour folgte als triefend-patriotisches Action-Spektakel. Mit Patrick Wilson, Woody Harrelson, Nick Jonas, Ed Skrein u.v.a.

Roland Emmerich ist bekannt für seine spezialeffektlastigen Filme. Ob „Independence Day“ (ist egal ob 1 oder 2), „The Day After Tomorrow“ – es waren immer seine Effekte, die hängen blieben. Fürs elegante Storytelling oder als großer Plot-Schmieder ist Herr Emmerich eher nicht bekannt. Jetzt setzte der schwäbische Regisseur in Hollywood sich an eine große, wahre Geschichte. Pearl Harbour (Hawaii, USA) wurde am 7. Dezember 1941 von den Japanern angegriffen. Dass die Japaner es dabei belassen würden, war die Meinung der US-Regierung, ein paar Militärs vor Ort blieben ungehört. Da setzt die Geschichte von „Midway – Für die Freiheit“ ein.

Filmkritik "Midway – Für die Freiheit": Roland Emmerich auf'm Schlachtfeld

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Die Midway-Inseln liegen auf halber Strecke zwischen Kalifornien und Japan, daher auch der Name. Da keine weiteren Angriffe von offizieller Seite befürchtet wurden, wurde auf Midway weder personell noch mit Waffen aufgerüstet. Aber die Japaner kamen doch. Zahlenmäßig deutlich überlegen griffen sie am 4. Juli an. Am 7. Juni war die Schlacht gewonnen – von den Amerikanern. Und nicht nur das, der Ausgang brachte die entscheidende Wende im 2. Weltkrieg.

Und damit kommt Roland Emmerich ins Spiel.

Die Schlacht als ein bombastisches Kriegsspiel

Geschichte kann man nicht ändern. Das Ergebnis steht fest, aber die Darstellung, da kann man dran arbeiten. Das wurde in „Midway – Für die Freiheit“ auch getan und gleich beim Titel angefangen. Man kann das aufrichtig finden, man darf sich aber auch schütteln. Wenn nicht geflogen, gestürzt, geschossen oder gebombt wird, stehen Soldaten in voller Kampfausrüstung zur Stelle und reden Sätze, die gleich in Stein gemeißelt werden könnten, so patriotisch schwer kommen die daher.

Filmkritik "Midway – Für die Freiheit": Roland Emmerich auf'm Schlachtfeld

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Zivilisten gibt es auch, die stehen staunend erschüttert in der animierten Landschaft oder sterben. Wer nach 2 Stunden und 19 Minuten noch nicht taub oder anderweitig erschöpft ist, dem sei ein Blick in ein Nachschlagewerk seiner Wahl empfohlen. Denn wichtig ist die Geschichte schon, nur „Midway – Für die Freiheit“ erzählt sie einfach nicht.

Fazit: Roland Emmerich bleibt sich treu. Er schafft es, jedes Thema mit Spezialeffekten zuzukleistern – und das gilt auch für „Midway – Für die Freiheit“. (Kinotante Katrin)

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