Mittwoch, 12. Dezember 2018 21:54 Uhr

Filmkritik „Mortal Engines – Krieg der Städte“: Ohne Überraschungen

Foto: Universal Pictures

London als Stadt auf Panzerketten knattert in „Mortal Engines: Krieg der Städte“ am ab 13. Dezember über die Leinwände. Wir ha bebn den Film schon gesehen. Das Spektakel ist Teil 1 der Verfilmung der Romanreihe von Philip Reeve.

Filmkritik "Mortal Engines - Krieg der Städte": Spektakel ohne Überraschungen

Foto: Universal Pictures

Es ist eine Welt der knappen Ressourcen und der äußerst brutale Kampf darum. Nachdem die Erde in einem katastrophalen Zustand ist, gilt das Recht des Stärkeren. In diesem Fall ist das London – eine Stadt, die sich angepasst hat. Da es auf der britischen Insel nichts mehr zu holen gibt, hat sich die Stadt auf Panzerketten über den Kanal aufs Festland gemacht.

Das, was London ausmacht, ist mit an Bord: die St. Pauls Kathedrale, die Nationalbibliothek und typische englische Straßenzüge und Parkanlagen drapieren sich wie Reisfelder auf diesem gewaltigen, alles plattmachenden Monster. Gejagt werden kleinere Städte, die ebenfalls auf Ketten unterwegs sind. Gelingt so ein Raub, wird das Gefährt einverleibt und die Bewohner werden London dienen. Oberstes Gesetz: keine Waffen.

Der Koloss verleibt sich ein Mädchen ein

An Bord eines gefangenen und plattgemachten Mini-Städtchens ist Hester Shaw (Hera Hilmer), die nur eines im Sinn hat: den Mann auf der Kommandobrücke und Friedenswahrer Thaddeus Valentine (Hugo Weaving) zu erstechen. Klappt natürlich nicht. Hester hat ihre Mutter verloren, die Archäologin war und etwas sehr Wertvolles geborgen hat. Ihr Vater ist – da braucht man nicht ein Mal zu raten – Thaddeus Valentine. Nach ihrem Tod wird die Kleine von Shrike (Stephan Lang) aufgezogen, einem unsterblichen Wesen aus Metall. Es ist eine Zweckgemeinschaft und als die Zeit gekommen ist, die Rachepläne an dem skrupellosen Vater umzusetzen, lässt Hester den Metallriesen links liegen. Großer Fehler…

Filmkritik "Mortal Engines - Krieg der Städte": Spektakel ohne Überraschungen

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Neue Pläne in London

Ein schnittiger Stadtmensch ist Tom Natsworthy (Robert Sheehan), der gern forscht und seine Zeit in der Bibliothek verbringt. Als Hester und Tom aufeinander treffen, bekommt Tom recht schnell zu spüren, was es heißt, nicht einer Meinung mit Thaddeus Valentine zu sein. Beide werden von Bord gespült und müssen sich in durch ein unwirtliches Gebiet schlagen, dass eine Abraumhalde erinnert.

Ohne den rollenden Koloss fühlt Tom sich erst einmal verloren. Aber er ist von der optimistischen Sorte und ein Stehaufmännchen, so dass er sich von der kratzbürstigen Hester nicht anstecken lässt. Ihre Reise zu Fuß bleibt nicht lange unentdeckt. Auf einem Sklavenmarkt werden sie von einer sehr stylischen Frau Jihae (Anna Fang) gekauft. Jihae ist offiziell eine gesuchte Verbrecherin – Teil einer Rebellentruppe ist aber die korrekte Bezeichnung.

Filmkritik "Mortal Engines - Krieg der Städte": Spektakel ohne Überraschungen

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Eine aussichtslose Situation

Tom und Hester werden Teil der fliegenden Rebellen und besonders Hester wittert die Chance, nochmal an Thaddeus ranzukommen. Hesters Mutter ist keine Unbekannte, viele der Rebellen kannten sie und haben eine Frage: Was hat sie gefunden? Was für eine Waffe besitzt London? Ist diese einsatzfähig? Wird auch noch der Rest der Welt von London plattgemacht? Wie kann man Thaddeus aufhalten?

Fazit: „Mortal Engines : Krieg der Städte“ hält keinerlei Überraschungen, geschweige denn Twists and Turns, bereit. Unendliche 2 Std. 8 Min., Bong-Schepper-Ratter-Schrei im IMAX – na, wenn das nicht DIE Gelegenheit ist, sich mal wieder richtig elend schwindelig zu fühlen. (Kinotante Katrin)

Filmkritik "Mortal Engines - Krieg der Städte": Spektakel ohne Überraschungen

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