01.05.2019 22:25 Uhr

Filmkritik „The Hole in the Ground“: Mamas Angst um ihren Jungen

Foto: Savage Productions

Eine Mutter zieht mit ihrem acht Jahre alten Sohn an den Rand einer irischen Kleinstadt. Dadurch will sie einen Teil ihrer Vergangenheit hinter sich lassen. Doch der gewünschte Effekt tritt nicht ein – im Gegenteil.

Filmkritik "The Hole in the Ground": Mamas Angst um ihren Jungen

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Gerade in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder zeigen sich Eltern oft unsicher, ja regelrecht besorgt hinsichtlich der Entwicklung ihres Nachwuchses: Ist alles in Ordnung mit meinem Kind?

Das Genre des Horrorfilms fokussiert immer wieder auf diese elterliche Angst – immer wieder sind die Protagonisten kleine Jungen oder Mädchen, mal drei, mal fünf, mal neun Jahre alt. Chris, Hauptfigur der irländisch-finnisch-belgischen Koproduktion „The Hole in the Ground“, ist acht Jahre alt, als er mit seiner Mutter an den Rand einer abgelegenen, irischen Kleinstadt zieht. Sarah, Chris’ Mutter, versucht mit diesem Schritt einen Teil ihrer unangenehmen Vergangenheit hinter sich zu lassen.

Der Sohn wird immer seltsamer

Dass dieser Umzug nicht unbedingt eine Befreiung darstellt, dass muss Chris’ Mutter recht bald auf allzu schmerzhafte Weise erkennen: Nach einer Auseinandersetzung mit ihrem Sohn rennt dieser in den Wald. Dort stößt die Mutter auf ein so riesiges wie mysteriöses Loch im Boden. Das Verhalten des Jungen mit dem akkuraten Seitenscheitel wird nun immer seltsamer – nicht nur, dass Chris plötzlich über außergewöhnliche Kräfte verfügt, er wird auch immer aggressiver.

Filmkritik "The Hole in the Ground": Mamas Angst um ihren Jungen

Foto: Savage Productions

Die Regie und auch das Drehbuch (als Koautor) kommen von Lee Cronin, der hiermit seinen ersten abendfüllenden Spielfilm für das Kino präsentiert.

Seine Weltpremiere feierte der Gruselfilm im zurückliegenden Winter beim renommierten Sundance Film Festival im US-Bundesstaat Utah. (dpa/KT)

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