Dienstag, 31. Oktober 2017 18:20 Uhr

Filmkritik „Thor 3“: Sehr lustige Götterdämmerung für die Avenger

Donnergott Thor verliert seinen Hammer, und eine ultraböse Todesgöttin macht ihm schwer zu schaffen. Der dritte Teil der „Thor“-Saga kommt erstaunlich humorvoll und selbstironisch daher und kann mit einer Riege von Stars punkten.

Filmkritik "Thor 3": Sehr lustige Götterdämmerung für die Avenger

Thor (Chris Hemsworth) platzt gleich der Kragen. Foto: Marvel Studios 2017

In der nordischen Mythologie gibt es einen Anfang, Yggdrasil und ein Ende. Das Ende der Welt wird Ragnarök genannt. „Thor: Der Tag der Entscheidung“, der schon heute in den Kinos startet, dreht sich natürlich um den Untergang der Welt und das Ende der Zeit – heavy stuff eigentlich.

Wenn da nicht der Witzbold und Draufgänger Thor (Chris Hemsworth – mit und ohne Hippie-Matte) wäre, der das gesamte Universum für einen großes Abenteuer hält.

Thor wird in die Schranken verwiesen

Der Gott des Donners, immerhin, lädt ja auch dazu ein, in seiner Selbstherrlichkeit einen draufzumachen. Aber die göttliche Kraft macht mal eine Auszeit, der Hammer Mjölnir hört einfach nicht mehr und schon beginnt der Schlamassel. Das Großmaul wird von Hela (Cate Blanchett – hinreißend, was auch sonst) in die Schranken gewiesen. Hela hat sich aus jahrtausendlanger Gefangenschaft befreit und bietet nicht nur Thor ordentlich Paroli – und das alles ohne große Anstrengung. Natürlich.

Filmkritik "Thor 3": Sehr lustige Götterdämmerung für die Avenger

Hela (Cate Blanchett). Foto: Jasin Boland. Marvel Studios 2017

Sie ist einfach stärker als alle anderen zusammen. Und Hela ist dazu unglaublich sauer, weil sie von Papa Odin (Anthony Hopkins) benachteiligt und ausgetrickst wurde. Dazu trägt die Bösewichtin ausschließlich schwarz und grün, herrlich, wie Cate Blanchett die Femme fatale auf Actiontour gibt.

Mit von der Partie sind der knallig zurechtgemachte Jeff Goldblum als steinreicher nerdiger Psycho Grandmaster, der Kreaturen sammelt, um sie in einer gigantischen Gladiatorenarena aufeinander zu hetzen; oder Karl Urban als Skurge (bekannt als „Pille“ von der Enterprise), der als Hüter Asgard verrät und dann oportunistisch agiert und man lange nicht weiß, ist der Typ schlicht im Kopf oder was treibt ihn an?

Filmkritik "Thor 3": Sehr lustige Götterdämmerung für die Avenger

Topaz (Rachel House), Grandmaster (Jeff Goldblum) & Valkyrie (Tessa Thompson) Foto: Jasin Boland. Marvel Studios 2017

Loki mal wieder als  Höhepunkt der bunten Show

Es treten jede Menge wunderbarer Figuren auf: ob das die letzte Walküre ist (Tessa Thompson), die immer sowas von einem im Tee hat oder der Hulk, wenn er wieder zu Bruce, dem depressiven Zweifler wird oder ein Gladitor aus komplett Steinen mit überzogenem Optimismus. On top: der böse, hinterhältige Tom Hiddleston als Loki, der sowieso immer einen Kinobesuch wert ist. „Thor: Tag der Entscheidung“ ist eine äußerst gelungene Mischung aus uralten Elementen der nordischen Sagenmythologie, Slapsticknummern, Kampfszenen und coolen Sprüchen.

Filmkritik "Thor 3": Sehr lustige Götterdämmerung für die Avenger

Loki (Tom Hiddleston). Foto: Jasin Boland. Marvel Studios 2017

Fazit: Das dritte Thor-Abenteuer ist definitiv keine Abklatsch oder der dritte Aufguss der Vorgänger. Frisch in der Erzählweise, eine überzeugender Mix aus alten und neuen Figuren und – Odin sein Dank – durchgängig kurzweilig UND vielschichtig.

Alles in Allem: tolle Story, tolle Action, sehr unterhaltsam und witzig! Popcorntüte schnappen, 3D-Brille aufsetzen und die Novemberstürme können kommen. (Kathrin Wessel)

Chris Hemsworth beim Turnunterricht. Foto: Marvel Studios 2017

Chris Hemsworth beim Turnunterricht. Foto: Marvel Studios 2017

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren