11.08.2020 21:03 Uhr

Fips Asmussen (†) war der König der Flachwitze

Fips Asmussen ist gestorben. Wie seine Tochter und Lebensgefährtin bestätigt haben, erlag der Komiker bereits am Sonntag an seiner Krebserkrankung.

imago images / Michael Schöne

Mit Fips Asmussen verliert Deutschland ein Phänomen der deutschen Comedy-Szene. Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, wurde der Entertainer  und „König der Flachwitze“ drei Tage vor seinem Tod ins Carl-von-Basedow-Klinikum in Querfurt eingeliefert.

Fips Asmussen(† 82): Das Phänomen der Comedy-Szene ist tot

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Tod kam überraschend

Grund dafür war seine Krebs-Erkrankung, wegen der er dann  am 9. August gegen 12 Uhr im Alter von 82 Jahren gestorben ist.

„Ich wurde von der Nachricht überrascht. Eigentlich war er noch ganz fit im Kopf. Ich dachte immer, er würde noch länger leben“, erklärte seine Tochter Svenja Carolin Dürkop-Pries (41) weiter.

So fing alles an

Fips Asmussen hat die deutsche Comedy-Welt rund 40 Jahre lang geprägt wie kein anderer. Über sein Privatleben ist nur sehr wenig bekannt. Dennoch wusste der sein Publikum stets zu unterhalten. Asmussen hatte ursprünglich in der Werbung gearbeitet. Ende der 60er Jahre legte er sich in Hamburg die Kabarett-Kneipe „Violette Zwiebel“ zu. Dort war er Wirt und unterhielt das Publikum. Das war der Beginn einer großen Bühnenkarriere. Seine Witze füllten Bühnenabende, Bücher, Musik-Kassetten, Schallplatten und CDs.

7,5 Millionen verkaufte Tonträger

Allein 7,5 Millionen Tonträger wurden verkauft. Seine Gags kamen oft rasch zur Pointe, etwa dieser: „Ich hab‘ heute Morgen in den Spiegel geschaut und gesagt: ‚Ich kenn‘ dich nicht, aber ich rasier‘ dich trotzdem.'“ Weil die Sprüche so griffig waren, gingen sie oft in den Volksmund über. Allerdings hatte der Comedian auch viele Kritiker, die ihn wegen seiner Witze gegen Ausländer, Homosexuellen und Frauen bemängelten.

Auftritte in den USA

Mit Stars wie Roy Black und Heino trat er in deutschen Clubs in den USA auf. Sein Matrosen-Outfit als Markenzeichen legte Asmussen im Laufe der Jahre ab. Noch im hohen Alter blieben aber der wilde Lockenkopf und sein norddeutscher Akzent seine Markenzeichen.

© dpa-infocom, dpa:200811-99-128540/7

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