06.06.2020 22:53 Uhr

Forbes-Reichenliste: Immer noch keine Gleichberechtigung

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Gleiches Geld für alle? Auch in der Welt der Stars und Sternchen handelt es sich dabei noch um Wunschdenken, wie die aktuelle Liste des bestbezahlten Promis beweist.

Das „Forbes“-Magazin veröffentlichte diese Woche seine „The Celebrity 100“-Liste. Diese zählt auf, welche Stars in den vergangenen 12 Monaten am meisten Geld einheimsten. Ein genauerer Blick auf die Daten zeigt allerdings auch, dass es in der Welt der Reichen und Schönen noch ein langer Weg bis zur Gleichberechtigung ist. Unter den hundert Promis finde sich deutlich weniger Frauen als Männer.

Forbes-Reichenliste: Immer noch keine Gleichberechtigung

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3 Frauen in den Top 20

Die Liste der prominenten Top-Verdiener wird zwar von Kylie Jenner (22) angeführt, danach sieht es mit dem Frauenanteil aber eher mäßig aus. Sie bleibt die einzige Frau in der Top10. Unter den ersten 20 Plätzen finden sich nur drei Entertainerinnen. Neben der berühmten Ich-Darstellerin schafften es auch Ellen DeGeneres (62) und Ariana Grande (26) in die Top 20. Die gesamte Liste zählt lediglich 20 Mega-Verdienerinnen.

Diese sehr ungleiche Verteilung lässt sich allerdings auch damit begründen, dass die „The Celebrity 100“ zu einem Drittel aus Sportlern besteht. Sportarten wie Fußball, die Formel 1 und Basketball generieren unglaublich viel Geld, sind aber reine Männerdomänen.

Quelle: instagram.com

Hollywood bleibt ein Boys-Club

Zudem stellte das Wirtschaftsmagazin eine Grafik online, die die monetäre Ungleichheit speziell in Hollywood mit Zahlen belegt. In den vergangenen Jahren beklagten Schauspielerinnen zunehmend die Pay-Gap (das geschlechterspezifische Lohngefälle) zwischen ihnen und ihren männlichen Kollegen, häufige Fälle von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz sowie schlechte Arbeitsbedingungen für Mütter an Filmsets.

Die Grafik zeigt eindeutig, dass es sich bei der Filmproduktion immer noch um einen Boys-Klub handelt. Nimmt man die Schauspieler und Schauspielerinnen aus der „Top 100 Celebrity“-Liste verdienten die Männer gemeinsam 545,5 Millionen Dollar. Im Gegensatz dazu kommen die Frauen auf 78,5 Millionen Dollar.

Die Welt der Stars und Sternchen spiegelt damit leider nur die Realität wieder. Laut dem Statistischen Bundesamt beträgt die Pay-Gap zwischen Männern und Frauen in Deutschland seit 20 Jahren konstant 20 Prozent.

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