Montag, 17. Dezember 2012 21:04 Uhr

Francis Ford Coppola: Sein Filmklassiker „Der Pate“ war „Bullshit“

Francis Ford Coppola hat viele seiner Filme nur wegen des Geldes gedreht.

Der Regisseur gesteht im Interview mit ‚Spiegel Online‘, dass er froh ist, seine Karriere von früher hinter sich gelassen zu haben.

„Ich bin wie ein Büßer, der sich die Haare abgeschnitten und ein Leinengewand übergeworfen hat. Ich habe mich gereinigt von all dem Bullshit in meinem Leben, von ‚Der Pate‘ oder ‚Apocalypse Now'“, gibt der 73-Jährige zu und erklärt: „Verstehen Sie mich nicht falsch, ich liebe alle meine Filme. Sie sind wie meine Kinder. Ich habe allerdings ein paar Filme machen müssen, nur um Geld zu verdienen. Aber auch eine Prostituierte versucht, an jedem Freier etwas zu finden, das für ihn spricht, die schönen Augen, die sanfte Stimme oder den Humor. Sonst könnte sie ihren Job nicht machen. So habe ich es auch gehalten. Was ich nicht mehr wollte, war der Trubel in Hollywood.“

In Hollywood sind dem Filmemacher mittlerweile alle „viel zu unbeweglich“. Das „Zentrum des kommerziellen Filmemachens“ existiert seiner Meinung nach auch nicht mehr.

„Die sogenannten Hollywood-Filme werden auf der ganzen Welt gedreht, mit deutschem, französischem oder japanischem Geld“, so Coppola, der sich sicher ist, dass er von keinem Investor Geld für Filme bekommen würde. „Der einzige, der das tut, bin ich selbst. Und ich kann es mir leisten. Ich könnte einen 100 Millionen-Dollar-Film finanzieren.“ (Bang)

Foto: wenn.com

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