Donnerstag, 26. Dezember 2013 17:59 Uhr

Friedrich Mücke in „Staudamm“: Das Drama nach dem Amoklauf

Friedrich Mücke stand lange genug im Schatten von Matthias Schweighöfer. Als dessen Sidekick in Filmen wie ‚Friendship!‘, ‚What a Man‘, ‚Russendisko‘ und demnächst in ‚Vaterfreuden‘ hat sich der neue ‚Tatort‘-Ermittler längst freigeschwommen. Er gehört derzeit zu den vielbeschäftigten „Jungstars“ des Landes.

Friedrich Mücke in "Staudamm": Das Drama nach dem Amoklauf

Ab 30. Januar ist er in seiner nächsten großen Hauptrolle in ‚Staudamm‘ zu sehen: „Aus dem Leben eines Amokläufers zu erzählen, ohne ihn nur einmal zu zeigen, das ist schon sehr stark.“

Darin spielt der Berliner Roman, der sein Großstadtleben leicht verloren mit Partys und Computerspielen verlebt. Nebenbei jobbt er für einen Anwalt und digitalisiert Gerichtsakten eines Amoklaufs an einer Provinzschule. Da noch wichtige Papiere fehlen, muss Roman für einige Tage an den Tatort, wo er mit den Aggressionen der traumatisierten Dorfbevölkerung konfrontiert wird.

Doch er lernt auch die Schülerin Laura (Liv Lisa Fries) kennen, die den Amoklauf überlebt hat und die kühlen Fakten aus Romans Akten Realität werden lässt. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Liebe, die Roman aus seiner Lethargie reißt und Laura hilft, die traumatischen Erlebnisse hinter sich zu lassen.

Friedrich Mücke sagte über seine Besetzung: „Ich hatte sofort großes Interesse an dieser Geschichte, und auch an den Menschen, die sie geschrieben haben. Denn so ein Drehbuch bekommt man als Schauspieler nicht oft zu lesen. Weder was das Thema angeht, noch was die Qualität der Dialoge betrifft.“

Friedrich Mücke in "Staudamm": Das Drama nach dem Amoklauf

Über die Figur des Roman verriet der 32-Jährige: „Roman ist ein Einzelgänger, der sich für nichts richtig begeistern kann. Nicht mal seine Freundin interessiert ihn wirklich. Er ist vollkommen antriebslos, schafft es mit seinem Nebenjob so gerade, dass er das Geld für die Miete reinbekommt. Und gerade dieser merkwürdige Aushilfsjob, durch den er das erste Mal mit dem Amoklauf in Verbindung kommt, treibt dann die Handlung und ihn selbst an. Genau das, was ihn so unglaublich langweilt, bringt ihn auf die Reise, auf der er Laura kennenlernt, die ihn endlich aus dieser lähmenden Lethargie reißt. Es ist nicht so, dass Roman nicht an anderen Menschen interessiert wäre, aber er braucht eben einen kleinen Schubser. Das ist eine ziemlich spannende Figur, denn Slacker-Persönlichkeiten wie ihn gibt es heute viele. Ich kenne selbst einige Romans.“

Friedrich Mücke in "Staudamm": Das Drama nach dem Amoklauf

Fotos: Milkfilm

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