16.05.2020 14:39 Uhr

Friedrichstadt-Palast: Die weltberühmten Tanz-Granaten landen bei GNTM

Das Bühnenensemble des Friedrichstadt-Palastes kann endlich wieder auftreten – zumindest ein Mal: Über 50 Künstler*innen der "VIVID Grand Show" eröffnen das Finale von „Germany’s next Topmodel“ am 21. Mai in den Studios in Berlin-Adlershof.

Foto: Bernd Brundert

ProSieben überträgt die Sendung ab 20:15 Uhr live. Allerdings eigentlich ohne Heidi Klum. Die wird wegen der Auswirkungen aus Los Angeles zugeschalten. Der Auftritt stellt für den Palast in Zeiten von Social Distancing auch eine organisatorische Herausforderung dar.

Friedrichstadt-Palast: Die weltberühmten Tanz-Derwische tanzen bei GNTM

imago images / Future Image

Die weltgrößte Showbühne und Berlins meistbesuchtes Theater bleibt aufgrund des pandemiebedingten Vorstellungsausfalls noch bis mindestens 31. August geschlossen, das Ensemble brennt aber weiterhin für den großen Auftritt. Mehr als die Hälfte des sonst über 100-köpfigen Bühnenensembles der aktuell laufenden „VIVID Grand Show“ tritt im Finale der erfolgreichen Model-Show „Germany’s next Topmodel“ auf, das aus Sicherheitsgründen dieses Jahr ohne Publikum stattfinden wird.

Verschärfte Probenbedingungen

Um die empfohlenen Arbeitsschutzstandards des Bundes und der Berliner Gesundheitsbehörden einzuhalten, wird das Palast-Ensemble nach definierten Vorgaben proben, trainieren und auftreten. Erst vor gut einer Woche konnte das 60-köpfige Ballettensemble nach sieben Wochen Zwangspause das Training unter neuen Vorzeichen wieder im Palast aufnehmen. Durch eine Sondergenehmigung trainieren maximal neun Tänzer*innen gleichzeitig im Ballettsaal und das Ballettensemble ist in insgesamt sechs Gruppen eingeteilt.

Auch die Proben finden in unterschiedlichen Sälen bzw. mit ausgewählten Gruppen auf der Bühne statt. Hier werden die Abstands- und Hygieneregelungen ebenfalls eingehalten. Dich wie soll das gehen?

„Wir haben unsere 60-köpfige Ballett-Company in Gruppen à neun Personen eingeteilt, die zeitversetzt trainieren. Dazwischen liegen Zeitfenster, damit sich die einzelnen Teams nicht begegnen“, offenbarte Intendant Bernd Schmidt gegenüber der „Berliner Zeitung“. „Beim Betreten und Verlassen des Hauses tragen alle Masken und im Ballettsaal hat jeder einen abgeklebten Bereich, in dem er sich bewegen darf.“

Rekordjahr 2019 mit 550.000 Besuchern

Zu den Plänen nach den massiven Pandemiebeschränkungen erklärte der Intendant weiter: „Wir denken darüber nach, strikte Trennung zwischen Publikum und Bühne einzuführen. Die erste Reihe bliebe unbesetzt, Szenen im Saal und Zuschauer auf der Bühne würde es nicht mehr geben. Man merkt an diesen Beispielen aber schon, dass das nicht unbedingt Dinge sind, die einen Theaterbesuch sexy machen“, erläutert Schmidt. „Daher hoffen wir, dass solche Beschränkungen 2021 nicht mehr gelten.“

Die normalerweise derzeit laufende VIVID Grand Show ist ein gigantischer Farbenrausch und bescherte dem Palast 2019 mit knapp 550.000 Gästen das erfolgreichste Jahr seiner 100-jährigen Bühnengeschichte. Seit der Schließung am 11. März wurden rund 70.000 bereits verkaufte Tickets erstattet. Die Laufzeit der höchst erfolgreichen Produktion wurde bis Sommer 2021 verlängert.

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