Mittwoch, 4. August 2010 12:18 Uhr

Früher wollte Schimanski-Aussteiger Steffen Wink berühmt werden

München. Er wurde als hitzköpfiger Partner von Götz George in ‚Schimanski‘ bekannt und galt in den 90er-Jahren als absoluter Shootingstar. Heute
ist es um Steffen Wink, der schon mit Burt Reynolds, John Malkovich und Gérard Depardieu vor der Kamera stand, ruhig geworden. Mit seiner Freundin, der Schauspielerin Genoveva Mayer (‚Das Wunder von Mogadischu‘, ‚Der Bulle von Tölz‘), und dem gemeinsamen Kind lebt er in den Chiemgauer Bergen, abseits von Trubel und Stress. „Es tut mir gut, so weit von allem weg zu sein“, erzählt der Hobby-Flieger im Exklusiv-Interview mit TELE 5. „Auch hatte ich die Schnauze voll von  der Stadt, die mich immer abgelenkt hat, durch das Weggehen, die  ganzen Partys und so weiter“, so Wink.

Böse-Nacht-Geschichten2, Steffen Wink

Früher wollte Wink berühmt werden, reiste in die USA – „weil ich gedacht habe, das ist mein Lifestyle – Motorrad, Surfing, Hollywood!“ – und kehrte zwei Jahre später ernüchtert zurück: „Was Äußerlichkeiten angeht, ist Amerika extrem: Ich hatte dort einen alten verbeulten V8-Schlitten, ein ehemaliges Polizeiauto, mit dem ich rumgefahren bin. Da meinte die Agentur tatsächlich: ‚Wenn du zu einem Termin gehst, kannst Du nicht mit der Karre auftauchen!‘ Auf so was habe ich keine Lust: Die Leute verkaufen sich größer als sie  sind“, sagt der 43-Jährige.

Über seinen Aufsehen erregenden ‚Schimanski‘-Ausstieg von 1998 denkt der frisch gebackene Familienvater heute anders: „In dem Moment war es die richtige Entscheidung. Aber aus heutiger Sicht war die Angst, der ewige ‚Harry‘ zu sein, völlig unbegründet“. Der Schauspieler ist inzwischen bescheidener: „Für mich wäre eine Reihe oder Serie toll, bei der ich nicht die Hauptrolle spiele, aber eine wichtige Figur, die immer mal wieder auftaucht.“ Einen Part wie der  einst von Michael Fitz gespielte Kriminalassistent „Carlo“ im Münchner ‚Tatort‘ würde er „mit Handkuss nehmen“, verrät Wink im Interview. „Diese fehlende Konstanz als Schauspieler kann einen schon verrückt machen. Es gibt Jahre, die sind wahnsinnig gut und andere, die sind mager, und man lebt von den Rücklagen aus den Jahren davor. Das hat so viel mit Glück zu tun, dass man manchmal Monate  warten muss, ehe der nächste Job kommt. Ein regelmäßiges Einkommen  bringt viel mehr Entspannung.“ Zumindest für die nächste Zeit ist gesorgt: Wink steht für Til Schweigers neue Kino-Komödie ‚Kokowää‘ vor der Kamera. (Tele 5)

Foto: Tele 5

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