Dienstag, 19. Dezember 2017 21:53 Uhr

Geburtstagskind des Tages: Jake Gyllenhaal

Bei der Wahl seines Berufs hatte Jake Gyllenhaal fast keine Wahl: Der Schauspieler stammt aus einer Filmfamilie. Blockbuster sind nicht so sein Ding, der Star brilliert vorzugsweise in hochkarätigen Independent-Produktionen.

Geburtstagskind des Tages: Jake Gyllenhaal

Jake Gyllenhaal im November 2017. Foto: Brian To/WENN.com

Jake Gyllenhaal ist einer der besten Schauspieler seiner Generation, aber ein Talent hat er der Öffentlichkeit lange vorenthalten: Der US-Amerikaner ist auch ein überaus begabter Sänger, wie er in diesem Jahr in dem Broadway-Musical „Sunday in the Park with George“ unter Beweis stellte.

Dabei stand der Schauspieler, der heute 37 Jahre alt wird, schon vor rund zehn Jahren mit Rufus Wainwright für den Song „Between My Legs“ auf der Bühne, auch wenn sein Gesang damals eher Richtung Gebrüll tendierte und seine Stimme nicht diesen samtweichen Klang wie bei seiner Broadway-Show hatte.

Angekündigter Wechsel hinter die Kamera blieb aus

Auf seinen bereits vor mehreren Jahren angedachten Wechsel hinter die Kamera müssen die „Gyllenhaalics“, wie sich die Fans des smarten, coolen, durchtrainierten und ziemlich gut aussehenden Multitalents nennen, allerdings noch warten. Hier hat sich bisher noch nichts getan.

Aber auch als Schauspieler ist Jake Gyllenhaal reichlich ausgelastet und liefert zuverlässig pro Jahr mehrere Filme ab. Einer seiner vielleicht persönlichsten Filme wird im Sommer 2018 in die deutschen Kinos kommen.

In „Stronger“ spielt er den US-Amerikaner Jeff Bauman, der beim Terrorattentat auf den Boston Marathon 2013 beide Beine verloren hatte. Das sei eine Herausforderung und gleichzeitig eine zutiefst bewegende Erfahrung gewesen, meinte Gyllenhaal beim Filmfest in Toronto. „Ich werde oft gefragt, wann ich denn einen Superhelden spiele. Meiner Meinung nach habe ich das nun“, sagte er.

Gyllenhaal ist einer der wandlungsfähigsten und meistbeschäftigten Schauspieler seiner Generation ist und stammt aus einer Filmfamilie: Die Mutter ist Produzentin und Drehbuchautorin, der Vater arbeitet als Regisseur, seine Schwester Maggie ist ebenfalls eine bekannte Schauspielerin. Jamie Lee Curtis („Ein Fisch namens Wanda“) ist seine Patentante.

Geburtstagskind des Tages: Jake Gyllenhaal

Jake Gyllenhaal 2001. Foto: WENN

Erste Filmjobs schon als Kind

Schon im Kindesalter stand er erstmals vor der Kamera: In der Komödie „City Slickers – Die Großstadt-Helden“ war er 1991 als Billy Crystals kleiner Filmsohn zu sehen. Der Durchbruch gelang ihm schließlich zehn Jahre später mit dem Außenseiter-Drama „Donnie Darko“.

Weitere Stationen seiner Karriere sind Roland Emmerichs Katastrophenfilm „The Day After Tomorrow“ (2004) , Sam Mendes‘ Kriegsdrama „Jarhead – Willkommen im Dreck“ (2005) oder Tom Fords Psycho-Thriller „Nocturnal Animals“ (2016). Gyllenhaal war ein rücksichtsloser Kleinkrimineller in „Nightcrawler“ (2014) und schlug sich durch das Boxer-Drama „Southpaw“ (2015).

Als Schauspieler gibt Jake Gyllenhaal eine Menge von sich, bekommt aber auch etwas zurück. „Ich kann nicht in jedem Film boxen“, sagte er einmal über „Southpaw“, „aber diese Fähigkeit gibt mir jetzt jedes Mal Selbstvertrauen, bevor ich auf die Bühne gehe. Ich werde mein Leben lang vorher meine Schultern straffen und denken: ‚Du schaffst das‘.“

Karrieresprung mit „Brokeback Mountain“

Ein absoluter Höhepunkt seiner Schaffens war Ang Lees Drama „Brokeback Mountain“ (2005): Für seine Darstellung an der Seite von Heath Ledger als homosexueller Cowboy erhielt Gyllenhaal eine Oscar-Nominierung und wurde anderem mit dem britischen BAFTA Award ausgezeichnet.

In den großen Blockbustern sucht man den Namen von Jake Gyllenhaal bisher vergeblich. Verweigert hat er sich nicht, es hat einen anderen Grund: „Ich war nie auf derselben Wellenlänge mit den Menschen, die diese Art von Kino machen“, sagte er der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Und ehrlich gesagt habe ich mich gar nicht verweigert. Ich habe es sogar versucht. Aber die Chemie hat nie gestimmt. Und Arbeitszeit ist immer Lebenszeit. Ich will auch bei der Arbeit glücklich sein. Natürlich könnte man das Geld mitnehmen und mit dem Film unglücklich sein. Aber so ticke ich nicht.“ (Wolfgang Marx, dpa)

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