30.10.2020 12:35 Uhr

Gemeinsames TV-Format für Jörg und Laura Wontorra?

Laura und Jörg Wontorra sind bei der VOX-Show "Grill den Henssler" gemeinsam vor der Kamera zu sehen. Ob sie noch mehr TV-Projekte zusammen machen wollen, verraten Vater und Tochter im Interview.

imago images/Future Image

Moderatorin Laura Wontorra (31) darf in der kommenden Folge von „Grill den Henssler“ (1. November, 20:15 Uhr bei VOX und via TVNow) einen Überraschungsgast begrüßen: ihren Vater Jörg (71). Er wird im Duell gegen Steffen Henssler (48) antreten. Im Doppel-Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erzählen die beiden, wie es um ihre Kochkünste steht, warum sie gerne gemeinsam vor der Kamera stehen und ob weitere gemeinsame Projekte geplant sind. Jörg Wontorra verrät zudem, wie es ihm nach seinem Aus als TV-Talker geht und warum seine Tochter für die Arbeit vor der Kamera gemacht ist.

Frau Wontorra, was haben Sie gedacht, als Ihr Vater als Überraschungsgast in die Sendung kam, hatten Sie Angst um die Familienehre?

Laura Wontorra: Auf gar keinen Fall, ich weiß ja, dass wir beide nicht kochen können. Das heißt, wir können nur gewinnen und ich habe mich insgeheim gefreut, dass jemand in der Küche noch tollpatschiger ist als ich.

Herr Wontorra, warum hatten Sie Lust, gegen Steffen Henssler anzutreten?

Jörg Wontorra: Ich liebe sowohl die Überraschungen als auch die Herausforderungen und diese Sendung kam meinen Ansprüchen doch sehr nahe. Es hat mich einfach gereizt, in einer Koch-Show dabei zu sein, ohne kochen zu können. Und ich wusste genau, dass Laura mich darum auch überall erwartet hätte, aber nie in dieser Sendung.

Ist es komisch für Sie beide, gemeinsam vor der Kamera zu stehen?

Laura Wontorra: Nein, gar nicht. Es fühlt sich sogar sehr natürlich an! Am Anfang meiner Karriere haben wir bewusst darauf verzichtet, da mein Vater wollte, dass ich erstmal meinen eigenen Weg gehe. Mittlerweile genießen wir es sehr, gemeinsam zu arbeiten!

Jörg Wontorra: Für mich ist es relativ normal, weil wir auch vor der Kamera miteinander umgehen wie im richtigen Leben. Es sind halt nur ein paar Zuschauer dabei, aber das blende ich aus und stelle mir vor, ich würde mit Laura im heimischen Wohnzimmer zusammen sein.

Herr Wontorra, Sie sagen in der Sendung, dass Sie nicht wirklich kochen können. Sorgt denn dann eher Ihre Lebensgefährtin für das Essen?

Jörg Wontorra: Meine Lebensgefährtin kocht und ich bin dann oft dazu verurteilt, hinterher aufzuräumen. Eines lasse ich mir aber nicht nehmen, nämlich mein Frühstücksgericht für die ganze Familie.

Haben Sie beide schon einmal gemeinsam gekocht?

Laura Wontorra: Wir haben absolut noch nie zusammen gekocht! Mein Vater kann genau ein Gericht: Die Story dazu erzählt er am besten selber und dieses Gericht hat er bisher nur meinem Bruder beigebracht.

Jörg Wontorra: Das sind meine serbischen Eier. Eigentlich heißen sie ja türkische Eier, weil sie dort ein beliebtes Frühstücksgericht sind. Das Rezept: Tomate, Paprika, Zwiebeln und Schinken in die Pfanne, mit zwei Spritzern Tabasco würzen. Dann zwei Spiegeleier draufschlagen, mit Pfeffer und Salz würzen und mit Käse überbacken. Als ich das zum ersten Mal für Lauras Mutter gemacht hatte, ging es leider daneben, inzwischen bin ich aber bei diesem Gericht sehr sattelfest.

Herr Wontorra, Sie haben im Juli Ihr Aus als TV-Talker verkündet. Was hat sich seitdem für Sie verändert und können Sie sich ein erneutes Comeback vorstellen?

Jörg Wontorra: Ich fahre mein Leben gerade sehr stark herunter und reduziere mich in Corona-Zeiten auch nur auf Kontakte zu Familie und engen Freunden. Und es macht sogar verdammt viel Spaß, nach einer so langen beruflichen Strecke, jetzt auch mal mehr private Lebensqualität zu spüren. Natürlich verfolge ich aber die Sportszene intensiv weiter und bin immer offen für neue Projekte. Ich möchte aber nichts erzwingen, sondern lasse die Dinge auf mich zukommen.

Wie macht sich Ihre Tochter in Unterhaltungsshows oder sehen Sie sie lieber in der Fußballberichterstattung?

Jörg Wontorra: Laura hat eine tolle Ausstrahlung, ein hohes Maß an Authentizität und dann auch noch diese selbstverständliche Unbekümmertheit, die man vor der Kamera braucht. Darum traue ich ihr auch beide Genres zu. In Anlehnung an ein altes Andy-Möller-Zitat würde ich sagen: „Egal, ob Unterhaltung oder Sport, Hauptsache Fernsehen“.

Frau Wontorra, Sie haben in einem Interview gesagt, dass Ihr Vater Ihr größter Kritiker ist. Was konnten Sie bereits von ihm lernen und haben sie sich mit Kritik schon einmal revanchiert?

Laura Wontorra: Mein Vater ist mein größter Kritiker, aber auch mein wichtigster Mentor. Ich bin sehr dankbar, dass ich so viel von ihm lernen kann! Kritik an ihm und seiner Arbeit äußere ich fast nie.

Ihr Vater hatte Ihnen ja eigentlich von dem Moderationsjob abgeraten. Verstehen Sie heute, warum?

Laura Wontorra: Ja, weil ich ihm als Kind immer vorgeworfen habe, dass er am Wochenende nur weg ist. Nun geht’s mir nicht anders, das wusste er natürlich.

Könnten Sie sich gemeinsame TV-Projekte vorstellen, vielleicht eine Talkshow?

Laura Wontorra: Mein Vater ist immer für Überraschungen gut und wenn das richtige Projekt kommt, können wir beide auch nicht ausschließen, noch einmal gemeinsam ein TV-Format zu machen.

Jörg Wontorra: Genau, wenn uns jemand fragt, ob wir nochmal was zusammen machen wollen, werden wir uns natürlich das Konzept des jeweiligen Projekts anschauen und gemeinsam darüber entscheiden. Aber es muss schon passen und die Inhalte des Formats müssen uns überzeugen.

Wie verbringen Sie derzeit am liebsten Zeit miteinander?

Laura Wontorra: Im Papa-Urlaub, das ist meist ein Städtetrip: Papa, Bruder und ich. Inzwischen ist das eine kleine Tradition. Es fing alles mal mit einer kleinen Reise nach Paris an. Ansonsten sind mein Bruder und ich auch gerne bei meinem Vater im Haus in Marbella.

Jörg Wontorra: Zuletzt haben wir uns, überraschenderweise, sehr häufig im Fernsehstudio gesehen, weil wir einige gemeinsame Auftritte hatten. Das nutzen wir dann natürlich auch zu privaten Gesprächen. Und in diesem Sommer war Laura vier Wochen lang bei uns in Marbella. Da konnten wir mal wieder in aller Vertrautheit unseren Lieblingsbeschäftigungen nachgehen: Sport treiben, Sonne tanken, gut essen und ausführlich über die Eigenheiten der Branche quatschen.

(jom/spot)