25.12.2019 13:55 Uhr

George Michael „war an keinem guten Platz in seinen letzten Jahren“

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Mit „Last Christmas“ lieferte George Michael (†53) einen wahren Klassiker ab, der für viele einfach zu Weihnachten dazugehört. Tragischerweise verstarb der frühere Wham!-Sänger ausgerechnet am ersten Weihnachtsfeiertag 2016 – offenbar an den Folgen einer Fettleber.

Pünktlich zum dritten Todestag veröffentlicht der frühere Bandkollege Andrew Ridgeley (56) ein Buch über seine Freundschaft zu George. Gemeinsam landeten sie in den 80ern Hits wie „Wake me up before you go“ oder eben auch „Last Christmas“, die bis heute als wahre Klassiker gelten.

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„Wir wussten beide, was wir einander bedeuteten“

Auch nach der Trennung des Duos blieben die beiden weiterhin in Kontakt und traten über die Jahre gelegentlich gemeinsam auf. Im Gespräch mit dem „Mannschaft“-Magazin beschrieb Andrew die Beziehung zu George wie folgt: „Es war eine Beziehung, bei der wir beide wussten, was wir einander bedeuteten.“

Und weiter: „Wham! ohne ihn oder ohne mich hätte es nicht gegeben. Er wusste das, und ich wusste das. Und unsere Freundschaft war die Basis.“ Beide habe ihr Humor und die tiefe Liebe zur Musik verbunden. Allerdings hätte es auch klare Grenzen gegeben: „Ich hätte mit George nicht meine Beziehungsprobleme mit Frauen bequatscht, und bei ihm war es genauso.“

Die Angst saß tief

Allerdings wusste er, dass George Michael auch mit den Schattenseiten des Ruhms zu kämpfen hatte. Beispielsweise seine Homosexualität, die er so lange geheim hielt, bis er unfreiwillig öffentlich geoutet wurde. „In einer idealen Welt hätte er sich früher outen können. Es gab viele Gründe, warum er sich nicht wohl damit fühlte, dies zu tun.“

So wollte der „Careless Whisper“-Sänger nicht, dass die Menschen sich mehr auf seine Sexualität fokussierten anstatt seinem künstlerischen Werks. Zudem soll Michael große Angst vor negativer Presse gehabt haben, denn damals wurde nicht gerade freundlich über Lesben und Schwule geschrieben. „Er dachte sich, dass er fernab der Kameras auch so sein Privatleben auf seine Weise führen konnte.“

George Michael "war an keinem guten Platz in seinen letzten Jahren"

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Allerdings soll Georges Privatleben nach dem unfreiwilligen Outing in einen Negativstrudel geraten sein, wie Ridgeley verrät: „Trotz des Versuches vieler Menschen, die um ihn herum waren, mich eingeschlossen, war er an keinem guten Platz in seinen späteren Lebensjahren.“

Das habe mehrer Ursachen gehabt: „Unglücklicherweise waren da eine Reihe von Traumata, die sein Leben beeinträchtigen und die er nie vollends verkraftet hatte: der Tod seiner Mutter, der Aids-Tod von Anselmo, seiner großen Liebe. Und gesundheitlich war er nach einer Lungenentzündung im Jahr 2011 auch nie mehr ganz der Alte.“

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