Giorgio Armani hat genug von dem „Zeug“ und überflüssigen Shows

Paul VerhobenPaul Verhoben | 22.06.2021, 20:26 Uhr
Giorgio Armani hat genug von dem "Zeug" und überflüssigen Shows
Giorgio Armani hat genug von dem "Zeug" und überflüssigen Shows

© IMAGO / Gribaudi/ImagePhoto

Der italienische Modezar Giorgio Armani glaubt, dass die Pandemie die Art und Weise veränderte, wie er "Mode kommuniziert".

Der weltberühmte 86-jährige Modedesigner ist kürzlich für seine erste Modenschau seit der Pandemie zurückgekehrt und hat erkannt, dass er durch den Lockdown lernte, seine Shows in verschiedenen Formaten zu präsentieren.

Armanis Visionen

Der Modeschöpfer erklärte in einem Gespräch mit der „Vogue“: „Ich bin mir nicht sicher, ob dies die Zukunft der Mode ist. Was ich weiß, ist, dass das, was wir in den letzten Monaten durchgemacht haben, eine schreckliche Erfahrung war, die aber eine Lektion mit sich brachte. Ich denke, dass wir lernten, dass wir Mode auf eine andere Weise kommunizieren können. Für die Zukunft sehe ich also echte Shows gemischt mit digitaler Unterhaltung für das Publikum, das die Modenschauen nicht besucht, was hoffentlich intimer als früher sein wird.“

Das möchte Giorgio Armani anders sehen

Giorgio Armani hoffte, dass die Pandemie die Modeindustrie nachhaltiger machen würde, aber nun ist er der Meinung, dass die Menschen schon wieder vergessen haben, ihren Abfall zu minimieren.

„Das Einzige, was ich an dem System ändern möchte, ist die Überproduktion von ‚Zeug‘, von Kleidung, von Events, von unnötigen Dingen. Aber wahrscheinlich, obwohl wir am Anfang alle wollten, dass sich etwas verändert, haben wir diese anfänglichen guten Absichten schnell vergessen. Was ich jetzt sehe, ist anders und es ist fast wieder so, wie es vorher war“, so Giorgio weiter. (Bang)