Dienstag, 17. Januar 2012 20:46 Uhr

Giuseppe im Wunderland: Der Hutmacher von Berlin

Berlin. Spätestens seit ‚Alice im Wunderland‘ weiß man, dass Hutmacher ein bisschen verrückt sind und das zeigt sich auch in Giuseppe Tellas Kreationen. „Erst muss man die Klassiker kennen und beherrschen, dann kann man experimentieren und wirklich Neues erschaffen“, so Tella. Seine Kreationen sind ein verspielter Epochenmix aus klassischen Formen des 20. Jahrhunderts und zeitgenössischen Kulturzitaten.

So wird auch schon mal eine Barbie im futuristischen Abendkleid oder die berühmte rausgestreckte Zunge, das Markenzeichen der Rolling Stones, zur Kopfbedeckung. Einen ersten Eindruck von Giuseppe Tellas Hutkreationen kann man auf der neuen Homepage des Hutmachers unter giuseppetella.com gewinnen, über die man auch Kontakt aufnehmen kann.

Sieht also ganz so aus, dass hier in Berlin ein deutscher Philip Treacy heranwächst! Dem Briten rennen ja seit Jahren die Promis der Insel die Bude ein, um ihre Häupter von schrill bis mondän krönen zu lassen.

Giuseppe Tella (Foto ganz unten – mal ohne Hut!) kam vor zehn Jahren nach Berlin, angezogen von den vielfältigen, kreativen Einflüssen der Stadt. „Berlin ist einzigartig!“, sagt der gebürtige Sizilianer gegenüber klatsch-tratsch.de. Der einstige Architekturstudent mit Liebe für Design und Accessoires hat vor einigen Jahren die Hutmacherei für sich entdeckt und kreiert seither Kopfbedeckungen und Kopfschmuck von klassisch bis schrill.

Allmählich entwickelt sich der Geheimtipp schon zum allürenfreien Berliner Szenestar.

Woher nimmt Giuseppe die Ideen? „Ich lasse mich gerne von meiner Umwelt inspirieren. Wenn ich mich unters Volk mische, entstehen vor meinem inneren Auge Modelle, die zu den jeweiligen Menschen passen würden. In Gedanken experimentiere ich dann schon mit Formen, Materialien und Farben. Aber auch durch mein Architekturstudium und und die Metropole Berlin fließen immer wieder Ideen in meine Arbeit ein. Auch mein Partner ist mir eine große Inspiration.“

Die Fertigungszeit für so ein Model ist abhängig vom Material und der Form. Um einen Filzhut zu fertigen, muss man schon mal mit drei bis vier Tage rechnen, da die Filzrohlinge feucht behandelt werden, und in Form trocknen müssen, erst dann kann man sie weiter verarbeiten. „Wenn die Kreationen etwas ausgefallener sind, kann sich der Schaffensprozess auch schonmal über Wochen erstrecken“, erzählte der Hutmacher dieser Seite.

Kaufen kann man die Hüte derzeit noch nicht, den Kontakt zu Giuseppe aber unkompliziert über seine Website herstellen.

Fotos: Alex von Dungen, Tanja Ruh (1)

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