22.09.2020 11:13 Uhr

Gloria von Thurn und Taxis: Mit Visier und Handschuhen zum Event

Gloria von Thurn und Taxis erschien zu einer Veranstaltung am Montag in Paris mit Visier und weißen Handschuhen zum schwarzen Abendkleid.

imago images/Starface

Trotz Corona-Pandemie und alarmierender Ansteckungswerte in Frankreich ließ sich Fürstin Gloria von Thurn und Taxis (60) eine Veranstaltung am Montag in Paris nicht entgehen. Sicherheitsbewusst und regelkonform kombinierte sie bei ihrem Auftritt auf dem roten Teppich Visier und weiße Handschuhe zum schwarzen Abendkleid mit Cut-out und Fransen an Ärmeln und Saum.

Gefeiert wurde die Dokumentation „House of Cardin“ (2019) des US-Regie-Ehepaares P. David Ebersole (56) und Todd Hughes (57) über den französischen Designer Pierre Cardin (98), der Mode, Möbel, Accessoires und Parfüms kreierte. Die Doku der bekennenden Cardin-Fans wurde bereits auf zahlreichen Festivals gezeigt.

Gloria von Thurn und Taxis: Mit Visier und Handschuhen zum Event

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Maskenpflicht top, Helmpflicht hop

So streng die Fürstin die Hygieneregeln zu nehmen scheint, umso lascher sah sie es zuletzt wohl mit der Helmpflicht. Zur Trauerfeier für den Papst-Bruder Georg Ratzinger war Gloria Fürstin von Thurn und Taxis demonstrativ ohne Helm auf einem chopperartigen Elektroroller vorgefahren – das hat sie 15 Euro gekostet. Eine Sprecherin der Regensburger Polizei bestätigte am Mittwoch, dass das Verwarngeld inzwischen bezahlt sei. Zunächst hatte dies der Bayerische Rundfunk berichtet.

Die Polizei hatten der 60-Jährigen das Knöllchen zugestellt, nachdem Gloria am 8. Juli mit einem Zweirad zum Regensburg Dom gefahren kam – mit schwarzer Kleidung, Sonnenbrille und eben ohne Helm. Vor den Augen mehrerer Streifenbeamter stellte sie ihr schwarzes Gefährt damals ab.

Die Fürstin war ahnungslos

Bereits wenige Tage später hatte Gloria in einem Gespräch mit der „Mittelbayerischen Zeitung“ erklärt, dass sie „selbstverständlich“ zahlen werde. Sie habe nicht gewusst, dass sie auf ihrem E-Roller einen Helm tragen müsse. Sie müsse dann eben einmal Pizza-Essen ausfallen lassen, sagte sie zum finanziellen Verlust von 15 Euro. „Aber wir werden es verschmerzen“, betonte sie.

Georg Ratzinger, der ältere Bruder des emeritierten Papstes Benedikt XVI., war am 1. Juli in Regensburg im Alter von 96 Jahren gestorben. Er hatte früher lange die Regensburger Domspatzen geleitet. Kurz vor seinem Tod hatte ihn Benedikt noch einmal völlig überraschend in Regensburg besucht.

Gloria von Thurn und Taxis: Mit Visier und Handschuhen zum Event

dpa/Armin Weigel

Fürstin mit Haltung

Mariae Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis machte 2001 in der Talkshow von Michel Friedman deutschlandweit Schlagzeilen mit dieser Äußerung: „Afrika hat Probleme nicht wegen fehlender Verhütung. Da sterben die Leute an AIDS, weil sie zu viel schnackseln. Der Schwarze schnackselt gerne.“

Im Mai 2012 sprach sie sich in der TV-Show Markus Lanz gegen Kondomautomaten an Schulen aus. Diese hätten dort ebenso wenig etwas verloren wie Zigaretten- oder „Haschischautomaten“. Auf den Launischen Einwurf, dass es doch um die Verhütung bei Teenagern gehe, antwortete sie, diese „sollen lieber Tennis spielen“.

© dpa-infocom, dpa:200805-99-53252/3 & (ili/spot) /KT

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