„DDR-Chefindianer“ Gojko Mitić feiert 80. Geburtstag in Radebeul nach

dpadpa | 28.05.2022, 16:37 Uhr
Der Schauspieler Gojko Mitić (r) freut sich neben Volkmar Kunze, Geschäftsführer vom Karl-May- Museum Radebeul, über einen Mustang aus Meißner Porzellan.
Der Schauspieler Gojko Mitić (r) freut sich neben Volkmar Kunze, Geschäftsführer vom Karl-May- Museum Radebeul, über einen Mustang aus Meißner Porzellan.

Daniel Schäfer/dpa-Zentralbild/dpa

Der gebürtige Serbe war in der DDR ein großer Filmstar. Jetzt feiert er ein persönliches Jubiläum öffentlich nach. Warum erst jetzt?

Mit zwei Jahren Verspätung hat der Schauspieler Gojko Mitić seinen 80. Geburtstag bei den Karl-May-Festtagen in Radebeul nachgefeiert.

Als Geschenk bekam der mit sogenannten „Indianerfilmen“ der DEFA bekannt gewordene Darsteller einen weißen Mustang aus Porzellan überreicht, wie eine Sprecherin der Veranstalter sagte. Mitić engagiert sich als Schirmherr einer Spendenkampagne für das Karl-May-Museum. Der Geburtstag hätte schon vor zwei Jahren gefeiert werden sollen, jedoch machte Corona die Pläne zunichte.

Die Karl-May-Festtage gehen noch bis Sonntag. Der Abenteuerschriftsteller Karl May („Winnetou“) starb 1912 in Radebeul.

Erste DDR-Filmrolle 1966

Der Schauspieler kam am 13. Juni 1940 in Serbien zur Welt. 1961 trat er zunächst als Stuntman in italienischen und britischen Produktionen auf. 1963 bekam er in der BRD eine kleinere Nebenrolle Rolle im Karl-May-Film „Old Shatterhand“. Wegen seiner athletischen Erscheinung durfte er nach „Winnetou 2. Teil“ in dem Film „Unter Geiern“ eine größere Rolle übernehmen.

Große Popularität erlangte er in der DDR als Hauptdarsteller historischer und fiktiver Indianerpersönlichkeiten in zahlreichen DEFA-„Indianerfilmen“, dem Pendant zu Western. 1966 spielte Mitić in „Die Söhne der großen Bärin“ seine erste Hauptrolle. Den Film sahen in der DDR 9 Millionen Kinobesucher. Es folgten jährlich bis 1983 weitere Indianerfilme.

(dpa/KT)