30.07.2020 05:54 Uhr

Gold als sicheres Tauschmittel

Edelmetalle haben sich seit Jahrhunderten als stabile und zuverlässige Anlage bewährt. Ob in Barren oder Münzen, in Krisenzeiten zeigen sich die positiven Eigenschaften von Gold besonders deutlich.

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Seien es Währungsreformen oder eine Inflation, der Wert physisch realer Edelmetalle wird in der Regel nicht durch wirtschaftliche Umbrüche zunichte gemacht.

Was sind Edelmetalle?

Als Edelmetalle gelten solche Metalle, die eine besonders hohe Korrosionsbeständigkeit aufweisen. Das bedeutet, sie rosten nicht, verändern sich mit der Zeit kaum und sind unbegrenzt haltbar. Ihre Reaktionen an der Luft sind vernachlässigbar und sie gehen nur schwer chemische Verbindungen ein. Auch wenn Edelmetalle schwer sind, lassen sie sich dennoch leicht formen und bearbeiten. Diese besondere Eigenschaft machte sie im Laufe der Geschichte zu beliebten Materialien, um beispielsweise Münzen oder auch Schmuck herzustellen.

Gold ist von hohem Wert und bietet viele Vorteile

Was Edelmetalle gemeinhin so wertvoll macht, ist die Tatsache, dass sie in der Natur nur in geringen Mengen vorkommen und daher als knappe Ressource gelten.

Die bekanntesten ihrer Art sind Gold und Silber. Beide sind von hohem Wert, wobei Silber aufgrund seiner häufigeren Verwendung in der Industrie etwas günstiger und damit weniger wertvoll als Gold ist. Die Vorteile einer Investition in Edelmetalle wie Gold liegen auf der Hand. Durch sein physisches Vorhandensein weist Gold eine gewisse Krisensicherheit auf. Außerdem stellt es eine Diversifikation des eigenen Anlage-Portfolios dar. Diversifikation meint die Streuung eines Vermögens auf verschiedene Assetklassen. Idealerweise entwickeln sich die Preise in den unterschiedlichen Anlageklassen nicht synchron, sondern in gegensätzliche Richtungen. Die Vorteile einer Goldanlage treten zum Beispiel oft dann zutage, wenn der Wert von Aktien und Anleihen sinkt. Das Vermögen sollte also aus Absicherungsgründen nie auf eine Karte gesetzt, sondern möglichst breit angelegt werden.

Wie viel Gold mindestens gekauft werden sollte, ist jedem Kunden selbst überlassen. Sofern es aber als Absicherung für Krisen dienen soll, bieten sich umfangreichere Käufe an.

Gold als Sicherheit in existenziellen Krisen

Gold hat sich auch in tief greifenden Wirtschaftskrisen, seien sie persönlicher oder staatlicher Natur, als sichere Wertanlage bewährt. Durch seine Eigenschaften als physisches Tauschmittel in allen Lebenslagen übersteht es auch Finanz- und Staatskrisen und ist ein sichereres Investment als nicht-physische Anlagen.

Gold in welcher Stückelung kaufen?

Gold für die private Vermögensanlage kann in der Regel in Gewichtsklassen zwischen einem bis 1000 g erworben werden. Der Stückelung des Kaufs ist aber in jedem Fall Beachtung zu schenken. Manche Gewichtsklassen können sich auch als Nachteil erweisen. So bietet zum Beispiel der Kauf eines 1 kg schweren Barrens preislich zwar einen Vorteil, da der Kunde für das gezahlte Geld am meisten Gold bekommt. Allerdings lässt sich ein solcher Kauf später nicht aufteilen oder teilweise verkaufen. Er müsste entweder komplett verkauft oder behalten werden. Um dieses Gold in Krisenzeiten zu nutzen, ist es also unter Umständen ungeeignet.

Sinnvoller ist daher der Kauf in einer etwas kleineren Stückelung. So ist beispielsweise der Kauf von 250 g – oder 100g – Barren ideal.
Zu klein gestückelt sollten die Barren allerdings auch nicht sein. Kleine 1 g schwere Barren sind zum Beispiel im Vergleich zum Kauf eines 1 kg schweren Barrens deutlich teurer. Dennoch können diese Kleinstbarren sich in Krisenzeiten bewähren, da mit ihnen auch kleinere Einkäufe getätigt werden können. Die Vorteile von Kleinstbarren sind hier zusammengefasst.

Karat und Feingehalt

Auch auf den Feingehalt von Gold sollte beim Kauf geachtet werden. Der Feingehalt beschreibt den Anteil eines Edelmetalls in einer Legierung. Je höher der Feingehalt, desto wertvoller ist also das Edelmetall. Die Bezeichnung Karat wird eher im Schmuckbereich verwendet und gibt den Goldanteil einer Legierung in 24er Teilen vom Gewicht an. Die Angabe „24 Karat“ würde demnach einen Goldgehalt von 99, 99 % bedeuten.

Um nicht auf unzuverlässige Händler zu stoßen und eine hohe Qualität erwarten zu können, sollte Gold am besten in einer Bank oder bei einem zertifizierten Edelmetallhändler vor Ort gekauft werden. Mehr zum Thema hier: https://www.indect-project.eu/karatbars-gold/  (KTAD)

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