Montag, 30. Januar 2012 16:15 Uhr

„Gottschalk Live“: Die Alten springen in Scharen ab

Baden-Baden. Bei der ARD dürften ja nun die Gläser klingen! Denn man könnte nach einer aktuellen Bilanz annehmen, dass Thomas Gottschalk die Alten davon laufen und er mit seiner neuen Infotainment-Show dem Sender wie gewünscht die Jüngeren in die Arme treibt. Doch ganz so ist es nicht.

Sein erster ARD-Vorabend-Talk startete vor einer Woche mit starken TV-Quoten.

Eine aktuelle Auswertung von Media Control ergab, dass vor allem ältere Zuschauer bei „Gottschalk Live“ abschalten. Von 3,63 Millionen ab 50-Jährigen bei der mit Spannung erwarteten Premiere am vergangenen Montag schrumpfte die Reichweite bis Donnerstag auf 1,43 Millionen. Dies bedeutet ein Minus von 2,2 Millionen Zuschauern in dieser Altersgruppe.

Bei Frauen ab 50 Jahren fiel der Rückgang mit 62 Prozent deutlicher aus als bei den gleichaltrigen Männern (minus 59 Prozent). Das machte sich auch in der Altersgruppe 20 bis 29 Jahre bemerkbar. Dort standen 71 Prozent weniger weibliche Zuschauer rund 55 Prozent weniger männlichen Interessierten gegenüber.

Geringere Verluste gab es bei den 30- bis 39-Jährigen. Hier ging die Reichweite um rund ein Drittel von 150.000 auf 100.000 zurück (minus 32 Prozent).

Bereits die vierte Ausgabe verzeichnete allerdings ein Reichweiten-Minus von 58 Prozent und landete bei 1,84 Millionen Gesamtzuschauern ab drei Jahren. Was nach vier Tagen Show nicht viel zu bedeuten hat.

WDR-Intendantin Monika Piel bleibt gelassen, die Quote mache sie „absolut nicht nervös“, erklärte sie dem Magazin ‚Focus‘. Dies sei weder „nach der ersten noch in den nächsten drei Wochen angebracht“.

Nur muß Gottschalk halt darauf achten, die Jungen nicht mit Gästen fürs Oma-Programm, wie Anna Netrebko und Alice Schwarzer, zu vergraulen.

Heute um 19.20 Uhr sind Duran Duran und Anke Engelke zu Gast, morgen Karl Lagerfeld sowie Berlinale-Chef Dieter Kosslick.

Fotos: ARD/Max Kohrt

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