Freitag, 7. Dezember 2018 18:20 Uhr

Grammys: Kendrick Lamar führt die Nominierungen an

Zu weiß, zu männlich, zu wenig Rap und Hip Hop: Die Grammys mussten in den vergangenen Jahren viel Kritik einstecken. Die nun verkündeten Nominierungen deuten auf Änderungen hin, auch wenn sich einige übergangen fühlen. Ganz am Rande gibt es auch deutsche Chancen.

Grammys: Kendrick Lamar führt die Nominierungen an

Lamar bei den Brit Awards 2018. Foto: WENN.com

Der Rapper Kendrick Lamar geht mit den meisten Gewinnchancen in die nächste Grammy-Verleihung. Lamar wurde in acht Kategorien nominiert, darunter Album („Black Panther: The Album“), Aufnahme („All The Stars“) und Song des Jahres („All The Stars“), wie die Veranstalter am Freitag mitteilten.

Gleich dahinter folgt ein weiterer Rapper: Drake bekam sieben Nominierungen. Produzent Boi-1Da und Sängerin Brandi Carlile erhielten jeweils sechs. Unter anderem Cardi B, Lady Gaga, H.E.R., Maren Morris und Childish Gambino haben jeweils fünf Gewinnchancen.

5 von 8 Album-Nominierten sind weiblich

Unter den Nominierten in den wichtigsten Kategorien finden sich diesmal auffällig viele weibliche Stars. So sind beispielsweise fünf der acht Nominierten für das beste Album des Jahres weiblich – Cardi B, Brandi Carlile, H.E.R., Janelle Monae und Kacey Musgraves – und unter den acht Nominierungen für den besten neuen Künstler sind sechs Frauen oder rein weiblich besetzte Bands. In den vergangenen Jahren war den Grammys vielfach vorgeworfen worden, zu weiß und zu männlich zu sein und Hip Hop und Rap zu wenig zu berücksichtigen.

Einige Superstars und frühere Grammy-Gewinner tauchen diesmal dagegen überraschend selten unter den Nominierten auf: Das Album „Everything is Love“ des Musik-Ehepaar Beyonce und Jay-Z (The Carters) wurde in den wichtigsten Kategorien komplett übergangen. Ariana Grande bekam nur zwei Nominierungen, Taylor Swifts Album „Reputation“ nur eine, ebenso wie Rapper Kanye West.

Wichtigster Musikpreis

Die Grammys gehören zu den wichtigsten Musikpreisen der Welt, wenn sie nicht sogar DIE wichtigsten sind. Über die Nominierten und Preisträger entscheiden rund 13 000 Mitglieder der Recording Academy, die die Preise in insgesamt 84 Kategorien verleiht. In diesem Jahr wurde die Zahl der Nominierten in den wichtigsten Kategorien von fünf auf acht angehoben.

Im vergangenen Jahr hatte der R&B- und Funk-Sänger Bruno Mars sechs der begehrten Trophäen abgeräumt, Rapper Kendrick Lamar fünf. Der achtfach nominierte Rapper Jay-Z war überraschend leer ausgegangen. (Christina Horsten, dpa)

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