16.06.2020 21:20 Uhr

Gregor Gysi: Seitdem lügt er nicht mehr

Jetzt verrät Politiker Gregor Gysi in einer TV-Show, warum er nicht lügt. Es fing mit einer Einladung eines Mädchens an...

Good Times

In der Nacht vom 16. auf den 17. Juni enthüllt Politiker Gregor Gysi um 0:15 Uhr in SAT.1, warum er nicht lügt. „Dinner Party – Der Late-Night-Talk“-Gastgeberin Sarah Valentina Winkhaus erlebt im Gespräch mit dem 72-jährigen Rechtsanwalt, weswegen er für seinen persönlichen Charme und seine Redegewandheit bekannt ist.

„Das hat keinen Sinn“

Über den Grund, warum er nicht lügen kann, sagte er: „Wissen Sie warum ich nicht lügen!? […] Ich wurde von einem Mädel auf das Wochenendgrundstück ihrer Eltern eingeladen und ich hatte keine Lust und log! Das heißt, ich habe eine Ausrede gefunden, die hatte ich aber am nächsten Tag schon vergessen … beim Gespräch kam das sofort raus. Da habe ich mir gesagt, nee Gysi, das hat keinen Sinn, wenn man lügt, dann muss man sich seine Lügen wenigstens merken können. Seitdem mache ich das nicht mehr und bin so ungezwungen in Talkrunden und so, weil ich mir nicht überlege, was darf ich sagen, was nicht.“

„Alle wissen, dass das falsch ist“

Über Ehrlichkeit in der Politik am Beispiel Rentenproblematik und Altersarmut: „Das Vertrauen in die Politik ist gesunken. Wenn man etwas entscheidet, etwas macht, dann gibt es dafür ein Motiv, und die Motive werden meist nicht ehrlich benannt. Ich nenne Ihnen mal ein Beispiel: Wenn man sagt, wir müssen den Rentenwert senken, weil das alles unbezahlbar wird, die Leute werden immer älter und die junge Generation verkraftet das gar nicht. Und dann tut man so, als ob das alternativlos ist, weil das sonst unbezahlbar wird … und alle wissen, dass das falsch ist. Natürlich könnte man auch sagen, wir ändern die gesetzliche Rentenversicherung – alle mit Erwerbseinkommen und auch Millionäre müssen in die gesetzlichen Rentenversicherung einzahlen. Und plötzlich bräuchte man über Altersarmut nicht mehr zu reden.“

Überraschungsgast im Kölner Studio ist heute Abend CDU-Politiker Wolfgang Bosbach.

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