Montag, 7. Oktober 2019 17:59 Uhr

Greta Thunberg: Nun äußert sich auch Dunja Hayali kritisch

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Zuletzt machte sich bereits Dieter Nuhr (58) in seiner TV-Sendung übre Klimaaktivistin Greta Thunberg (16) lustig und äußerte seine Bedenken gegenüber der „Fridays for Future„-Bewegung um die Schülerin. Nun meldete sich mit Dunja Hayali eine weitere Moderatorin des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks gegen den Schwedin zu Wort.

In seiner Sendung „Nuhr im Ersten„, witzelte Kabarettist Dieter Nuhr zuletzt gegen die Klimaaktivistin Greta Thunberg. Im Studio erntete er dafür Applaus, im Netz allerdings einen Shitstorm. Über Facebook äußerte sich nun auch Dunja Hayali kritisch zu der Bewegung um die 16-Jährige.

Beschimpfungen nach Flug

„Kürzlich erwähnte ich, dass ich von Berlin nach Saarbrücken zu einer Lesung fliegen wollte. Ich begründete das (so weit sind wir schon, dass man das begründen muss…) unter anderem damit, dass eine Zugfahrt 7 Stunden dauern würde und es zeitlich mit der Übergabe des Hundes zum ‚Babysitte’“ einfach nicht funktioniert hätte. Daraufhin musste ich mir wüste Beschimpfungen anhören. Was mir einfiele, in diesen Zeiten noch zu fliegen, ich würde wohl „einen Scheiß“ auf Klimaschutz geben“, so die Moderatorin des ZDF-Morgenmagazins.

Greta Thunberg: Nun äußert sich auch Dunja Hayali kritisch

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„Was ich persönlich alles in Sachen Klimaschutz und Umweltschutz tue (und das übrigens nicht erst „seit Greta Thunberg“), geht eigentlich keinen was an. Aber ja, ich fliege noch, fahre Auto und Motorrad, verwende notgedrungen leider ein bisschen Plastik, gehe jeden Tag duschen“, so Hayali weiter. „Am liebsten würde ich diesen „Kritikern“ antworten, dass ich jetzt, wegen ihnen, nach 20 Jahren wieder Fleisch esse. Einfach aus Trotz“, ärgerte sich die 45-Jährige.

Klare Botschaft

„Spaß bei Seite, will sagen: bei der Art der verbalen Angriffe, die ich mir anhören musste, kann ich verstehen, dass Menschen sich dem Thema völlig verschließen und verhärten. Wollen wir das?“, warnte sie weiter. Die Botschaft hinter dem Post ist also simpel aber dennoch besorgniserregend. Die permanent geäußerte Kritik der Klimaaktivisten führt nämlich eher dazu, dass die Bevölkerung aus Trotz gegen die ständige Maßregelung genau das tut, was dem Klima eigentlich schadet.

Das sehen auch einige Abonnenten der Fernsehjournalistin so. „Genau auf den Punkt gebracht! So wie wir momentan miteinander umgehen, ist keinem geholfen. Natur und Mensch nicht!!!!!“, kommentierte ein Nutzer. „Insgesamt kann ich diesem Text zustimmen. Vor allem, dass wir uns in unseren Debatten nicht anschreien und beleidigen sollten, schon gar nicht bedrohen und hetzen, ist wichtig und richtig“, so ein anderer.

Einige äußerten sich aber auch kritisch zu dem Beitrag. Darunter wahrscheinlich genau die vor denen die Moderatorin warnen wollte. Bleibt zu hoffen, dass sich die Debatte bald beruhigt anstatt sich in Hetzerei zu verlieren. Am Ende wird der Klimawandel nämlich nur durch Taten und nicht durch Worte verzögert.

 

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