Dienstag, 5. November 2019 19:43 Uhr

Günther Jauch und Tim Raue als Gastronomen des Jahres geehrt

Starpress

Der renommierte ,Gault&Millau‘ verlieh Moderator Günther Jauch (63) den Titel ,Gastronom des Jahres‘. Ausgezeichnet wurde er für sein Restaurant ,Villa Kellermann‘ in Potsdam.

Für den Restaurantführer, der am heutigen Dienstag erscheint, haben 32 Kritiker mehr als 1000 Restaurants auf Herz und Nieren geprüft. Die Zusammenarbeit des ,Wer wird Millionär‘-Moderators und Sternekoch Tim Raue (45), der dort die Küche führt, empfanden sie dabei als Vorzeigerestaurant.

„Er ließ ein Stück Kulturgut aufwendig renovieren, öffnet es für ein genussfreudiges Publikum und schenkt Potsdam in Zusammenarbeit mit Tim Raue ein Vorzeigerestaurant mit weltläufigem Flair“, lautet das Urteil der Tester. Großes Lob für die beiden unterschiedlichen Partner, die das Restaurant erst im September in Betrieb nahmen.

Günther Jauch und Tim Raue als Gastronomen des Jahres geehrt

imago images / Jürgen Ritter

Klassiker auf der Karte

Der Potsdamer hatte das Gebäude gegenüber vom Schloss Cecilienhof bereits vor drei Jahren gekauft und fachgerecht sanieren lassen. Auf der Speisekarte finden sich exquisite Gerichte, wie beispielsweise die ,Entenleberterrine Sanssouci‘, ,Rindertatarstulle mit Sauerampfer und Saiblingskaviar‘ und Königsberger Klopse. Mit Preisen zwischen 19 und 26 Euro für einen Hauptgang, ist dieses Erlebnis absolut fair kalkuliert.

Insgesamt sei mehr „Nachdenklichkeit“ in den gehobenen deutschen Küchen zu finden. „Vor allem die junge Generation kocht mit einem geschärften Bewusstsein für die Endlichkeit der Ressourcen“, so Herausgeberin Patricia Bröhm. Außerdem orientierten sich die junge Köche „zunehmend an dem, was für unsere Großeltern und Urgroßeltern selbstverständlich war. Eine Küche, die die Schätze heimischer Natur hochachtet, die Saison respektiert und alles vom Tier und von der Pflanze verwendet, was essbar ist, bis hin zu den lange verschmähten Innereien“, erklärte sie weiter.

Unter den deutschen Spitzenköchen hat sich allerdings auch in diesem Jahr nicht viel geändert. Nach wie vor gelten acht Männer laut dem Kulinarik-Führer als Deutschlands beste Köche – darunter Klaus Erfort mit seinem Restaurant ,GästeHaus‘ in Saarbrücken, Christian Jürgens von der ,Überfahrt‘ in Rottach-Egern am Tegernsee und Tim Raue in seinem nach ihm benannten Restaurant in Berlin.

Acht Männer führen weiter die Spitze an

Mit dem Titel „Koch des Jahres“ wurde in diesem Jahr der Küchenchef des Münchner Restaurants ,Werneckhof‘, Tohru Nakamura (36), ausgezeichnet. Ganze 19 von 20 möglichen Punkten bekommt der Sohn einer deutschen Mutter und eines japanischen Vaters.

„Heute erleben seine Gäste, wie er europäische Avantgarde mit den Geheimnissen der traditionellen japanischen Küche zu etwas ganz Neuem webt, befeuert von hoher kulinarischer Intelligenz.“, so die Herausgeberin. Im Interview der Deutschen Presse-Agentur beschreibt der 36-jährige seine Anforderungen an sich selbst so: „Bei jedem Gast muss es passen. Das ist unser Druck, unsere Herausforderung, weil wir den Anspruch haben, ein perfektes Produkt zu präsentieren.“

Laut den Kritikern sei der Küchenchef die fleischgewordenen Version eines deutschlandweiten Trends zu profunden Kenntnissen der japanischen Küche. Als weiterer Trend identifizierte der historische Gastronomie-Führer Wild und heimische Fische. (KT/dpa)

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