24.06.2020 17:11 Uhr

187 Strassenbande: Gzuz drohen fünf Jahre Haft

Gangsta-Rapper Gzuz hat gerade Ärger – und zwar so richtig! Die Liste der Vorwürfe gegen ihn ist lang: Von Verstößen gegen das Waffengesetz über Drogenbesitz bis hin zu Körperverletzung ist alles dabei. Zum Prozessauftakt Mitte Februar war der Gute erst gar nicht erschienen.

imago images / Jan Huebner

Deshalb musste Kristoffer Jonas Klauß, wie er eigentlich heißt, wegen unentschuldigten Fernbleibens eine Kaution von 100.000 Euro bezahlen. Bei seinem letzten Termin am gestrigen Dienstag erschien der Skandal-Rapper zwar pünktlich, allerdings nutzte er seinen Auftritt im Gerichtssaal, um erst mal ein paar Selfies zu knipsen, wie der NDR berichtet. Ob das beim zuständigen Richter gut ankam?

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von GZUZ (@gzuz187_official) am Mai 15, 2020 um 12:07 PDT

Ihm drohen bis zu fünf Jahren Knast

Den wollte Gzuz sowieso absägen und ließ von seinem Rechtsanwalt verlauten, dass er diesen wegen Befangenheit ablehne. Über den Befangenheitsantrag muss nun von einem unabhängigen Richter entschieden werden.

Auch wenn die einzelnen Vorwürfe gegen den 187 Strassenbande-Rapper nicht schwer wiegen, könnte es im Zweifelsfall eng für Gzuz werden. Der ist nämlich bereits  mehrfach vorbestraft: Unter anderem wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von GZUZ (@gzuz187_official) am Jul 24, 2019 um 11:31 PDT

Bei einer Hausdurchsuchung vor zwei Jahren wurden insgesamt 17 Gramm Marihuana, zweieinhalb Gramm Crystal Meth und verschiedene Böller gefunden. Zudem soll er an Silvester 2018 mehrfach eine Schreckschusspistole abgefeuert haben, obwohl ihm das Führen von Waffen jeglicher Art untersagt ist. Zudem wird dem 31-Jährigen unterstellt, einem weiblichen Fan auf der Hamburger Reeperbahn ins Gesicht geschlagen zu haben, als diese ihn nach einem Selfie fragte. Bei der Frau habe er sich mittlerweile entschuldigt, heißt es.

Ihre Version des Vorfalls wird die Frau möglicherweise schon kommende Woche vor Gericht schildern können, sollte der Befangenheitsantrag abgeschmettert werden. Gzuz drohen bei einer Verurteilung bis zu fünf Jahre Haft.