Montag, 29. Juni 2020 19:15 Uhr

H.P. Baxxter entsetzt: „Die ganze Live-Branche wird vernichtet!“

imago images / snapshot

Die Corona-Pandemie hält noch immer die ganze Welt im Schwitzkasten. Besonders hart trifft es Musiker und Kulturschaffende, die wegen der geltenden Corona-Verordnungen keine Live-Konzerte oder Festivals spielen können.

Clubs und Konzerthallen sind noch immer geschlossen und werden es wohl auch noch länger bleiben. Zwar sind in den letzten Monaten einige virtuelle Angebote entstanden, allerdings können die das analoge Feiererlebnis auch nicht ersetzen. So sieht das auch Scooter-Frontmann H.P. Baxxter, der um die Zukunft der Musikbranche fürchtet. „Wenn das längerfristig so weitergeht, sieht das nicht gut aus“, erklärt er im Gespräch mit der „Bild“-Zeitung.

„Man hatte zwar Zeit, aber eine kreative Blockade“

„Die Menschen haben den Bedarf, in großen Massen zu feiern und einfach mal den Alltag zu vergessen. Das ist Teil der Kultur. Das kann man nicht von heute auf morgen abschaffen.“ Seiner Meinung nach lasse sich das langfristig auch nicht erzwingen. „Da wird die ganze Live-Branche vernichtet.“

Die auftrittsfreie Zeit nutzt die 56-jährige Wasserstoff-Blondine so gut, es geht: „Ich habe angefangen, das Haus auf den Kopf zu stellen. Erst mal alles sauber gemacht, jeden Winkel. Alles, was einen störte, musste raus.“

Dem guten H.P. wurde also nicht langweilig. Auch mit seinen Scooter-Jungs wurde an neuen Songs gearbeitet – allerdings mit anfänglichen Startschwierigkeiten, wie er sagt.

„Die ersten zwei Wochen ist erst mal gar nichts gelaufen. Man hatte zwar Zeit, aber eine kreative Blockade. Wir von Scooter sind es sonst gewohnt, unter Druck zu arbeiten. Keiner wollte richtig zurück ins Studio. Am Ende ist unsere neue Single ‚Bassdrum‘ mit großem Erfolg dabei rausgekommen. Und wir haben unser erstes Konzert im Autokino gegeben.“

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