Freitag, 31. Mai 2019 20:08 Uhr

Hannelore Elsner in der Filmkomödie „Club der einsamen Herzen“

Foto: ARD Degeto/Jürgen Olzcyk

Bei einem feierlichen Requiem haben heute Verwandte, Freunde, Kollegen und andere Weggefährten in München Abschied von der Schauspielerin Hannelore Elsner genommen (wir berichteten). Die Schauspielerin war im April im Alter von 76 Jahren verstorben. Am 8. Juni wird sie um 20.15 Uhr in einem ihrer letzten Filme im Ersten zu sehen sein: „Club der einsamen Herzen“. Wir stellen den Film vor.

Hannelore Elsner in der Filmkomödie "Club der einsamen Herzen"

Foto: ARD Degeto/Jürgen Olzcyk

Die Komödie mit Hannelore Elsner, Uschi Glas und Jutta Speidel in den Hauptrollen wurde vom 24. Juli bis 24. August 2018 in Landshut, München und Umgebung gedreht.

Die drei Stars spielen drei Freundinnen, die sich jahrzehntelang aus den Augen verloren hatten. Gemeinsam ein Tanzcafé zu eröffnen, gibt dem zerstritten Trio neue Energie und den Glauben an die Liebe zurück.

Hannelore Elsner in der Filmkomödie "Club der einsamen Herzen"

Jutta Speidel und Hansi Kraus. Foto: ARD Degeto/Jürgen Olzcyk

Christine Hartmann führte Regie bei der ebenso feinfühligen wie unterhaltsamen Best-Ager-Komödie, die ihre grandiosen Hauptdarstellerinnen in den Mittelpunkt rückt.

Einen heimlichen Verehrer spielt der einstige Kinderstar Hansi Kraus „Die Lümmel von der ersten Bank“, der die Frauen bei ihrem mutigen Vorhaben unterstützt. Auf wunderbare Weise zeigt der Film, dass man jederzeit etwas Neues beginnen kann, wenn man es selbst in die Hand nimmt.

Hannelore Elsner in der Filmkomödie "Club der einsamen Herzen"

Foto: ARD Degeto/Laurent Trümper

Darum geht’s

Maria (Uschi Glas), Helga (Jutta Speidel) und Kiki (Hannelore Elsner) waren in Jugendtagen beste Freundinnen. Jetzt herrscht seit vielen Jahren Funkstille zwischen ihnen. Als sich Helga und Maria eines Tages zufällig begegnen, hält sich die Wiedersehensfreude eher in Grenzen. Bei beiden Frauen ist nicht so arg viel los im Leben: Helga, zweifache Mutter und bereits Oma, trauert ihrem verstorbenen Mann nach, und Maria, deren Sohn Jakob (Max Schmidt) und Schwiegertochter Paula (Kathrin von Steinburg) inzwischen den Familien-Juwelierladen übernommen haben, fühlt sich nicht minder einsam.

Hannelore Elsner in der Filmkomödie "Club der einsamen Herzen"

Foto: ARD Degeto

In dem Moment taucht die Dritte des Mädels-Trios auf: die exzentrische Kiki, die von Landshut aus in die weite Welt aufgebrochen ist, um eine Musikkarriere zu starten.

Von ihrem frühen Ruhm ist aber genauso wenig geblieben wie von ihren Gagen. Dass ausgerechnet Kiki, die sie damals bei dem Jugendtraum von einem gemeinsamen Tanzcafé hat sitzen lassen, nun wieder auf beste Freundin macht, finden die anderen beiden alles andere als prickelnd. Und doch beginnt die alte Idee, das Tanzcafé Düll zu übernehmen, bald Formen anzunehmen.

Hannelore Elsner in der Filmkomödie "Club der einsamen Herzen"

Foto: ARD Degeto/Jürgen Olzcyk

Marias Sohn Jakob und Helgas Töchter Riccarda (Ina Lehmann) und Sabine (Kathrin Anna Stahl) wollen dies mit allen Mitteln stoppen. Unterstützung bekommen die drei Damen von Kikis Schwarm Cabrio (Eduardo Mulone) und Helgas heimlichem Verehrer Lothar (Hansi Kraus), die den „Club der einsamen Herzen“ herbeisehnen.

Das hilft, um Rückschläge wegzustecken – denn Maria, Helga und Kiki wollen es einfach noch mal wissen!

Hannelore Elsner in der Filmkomödie "Club der einsamen Herzen"

Die Freundinnen Maria, Kiki und Helga (Jutta Speidel) und Helga auf dem Friedhof. Foto: ARD Degeto/Jürgen Olzcyk

Kiki Kröschl – pleite, aber unternehmenslustig

Hannelore Elsner spielt Kiki Kröschl. Die Höhen und Tiefen des Lebens hat keine der drei Freundinnen so hautnah erlebt wie die unkonventionelle
Kiki. Aber eines war ihr Leben trotz allem nie: langweilig. Raus aus der bayerischen Provinz, rein ins pralle Leben als schillernder Schlagerstar – das war die Kiki von einst. Pleite, aber noch immer unternehmungslustig kehrt sie jetzt zurück und mischt nicht nur das Leben ihrer einstigen Freundinnen, sondern gleich den ganzen Heimatort auf. Und doch gibt es noch eine andere Kiki, die sich jenseits ihrer fröhlichen Fassade ziemlich einsam fühlt. Ungebunden, ohne Partner oder Familie hofft sie, die alte Freundschaft zu Helga und Maria wieder aufleben zu lassen: Aber ihre Ersatzfamilie hat noch das ein oder andere Hühnchen mit ihr zu rupfen.

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