Samstag, 10. November 2018 20:47 Uhr

Hape Kerkeling: Neue Bilder aus der Tragikomödie über seine Kindheit

Mit „Der Junge muss an die frische Luft“ kommt am 25. Dezember die berührende Kindheitsgeschichte eines der größten Entertainer Deutschlands, Hape Kerkeling, in die deutschen Kinos. Die Rolle neunjährigen Hape Kerkeling spielt Newcomer Julius Weckauf. Jetzt gibt es neue Szenenbilder.

Hape Kerkeling: Neue Bilder aus der Tragikomödie über seine Kindheit

Foto: Warner Bros.

Regisseurin und Oscar-Preisträgerin Caroline Link sagte nun über die Entstehungsgeschichte des Films: „Am Neujahrstag 2017 lag ich mit einem frisch gerissenen Kreuzband in einem Tiroler Berghotel im Bett und habe mir das Drehbuch von Ruth Toma, das mir erst wenige Tage zuvor von dem Produzenten Hermann Florin zugeschickt worden war, durchgelesen. Vom ersten Moment hat mich diese Geschichte gepackt. Diese Kombination aus Komik und Trauer hat mich sofort sehr gerührt. Da war dieser pummelige neunjährige Junge, der so verzweifelt, aber durchaus mit viel Talent seine Mutter aus ihrer Depression retten will. Das hatte etwas ganz Einzigartiges. Noch dazu war es ja eine wahre Geschichte. Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit den erwachsenen Hape Kerkeling vor Augen.“

Vom Bestseller zum Kinofilm

Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ war mit mehr als fünf Millionen Lesern das erfolgreichste deutsche Sachbuch der Nachkriegszeit. Der Entertainer sagt in der Mitteilung des Verleihers über die Regisseurin: „Ich weiß nicht, wie sie das hinbekommt, aber alle Szenen sind voller Seele, ob sie komisch sind oder traurig. Bis Caroline zum Projekt stieß, habe ich mich intensiv in das Projekt eingebracht und die Drehbuchfassungen gelesen. Und als sie dann dazukam, habe ich mich entspannt zurückgelehnt, weil ich mir dachte: Die ist Oscar-Preisträgerin – da halt ich einfach mal die Klappe!“

Hape Kerkeling: Neue Bilder aus der Tragikomödie über seine Kindheit

Foto: Warner Bros.

Wie immer bei der Adaption einer Buchvorlage standen die Filmemacher vor der Aufgabe, den Stoff den Besonderheiten des Mediums anzupassen. Produzent Hermann Florin verriet dazu: „Jedes Buch erfordert bei der Verfilmung ein an dem Projekt orientiertes Vorgehen. Allerdings trafen wir gleich zu Anfang die Entscheidung, bestimmte Teile des Buchs nicht zu berücksichtigen: Auf etwa 60 Seiten des Buchs beschreibt Hape Kerkeling Erlebnisse aus seinem erwachsenen Leben, mit denen er sich seiner eigenen Biografie nähert. Wir entschieden jedoch, uns ausschließlich auf seine Kindheitsgeschichte zu konzentrieren: Geschildert werden im Wesentlichen Ereignisse, die Hape als etwa Achtjähriger erlebt hat. In der zweiten Phase gilt es dann, die ausgewählten Episoden in eine dramaturgische Form zu bringen, um eine Aneinanderreihung zufällig erscheinender Anekdoten zu vermeiden. Mit unserer Unterstützung war dies dann die Arbeit, die Ruth Toma in ihrem Drehbuch geleistet hat.“

Mehr über den talentierten Kinderdarsteller gibt’s übrigens hier!

Hape Kerkeling: Neue Bilder aus dem Tragikomödie über seine Kindheit

Foto: Warner Bros.

Suizid der Mutter

Regisseurin Caroline Link sprach auch über die Umsetzung eines besonders schweren Schicksalsschlages für den jungen Hape: „Die schwierigste Aufgabe habe ich darin gesehen, die richtige Tonlage für diese Geschichte zu finden. Immerhin geht es auch um den Freitod einer jungen Mutter, da kann man nicht sagen: ‚Ist doch alles nicht so schlimm.‘ Diese Tragödie muss der Film schon ernst nehmen. Und gleichzeitig gibt es in der Geschichte auch sehr viel zu lachen. Viel Optimismus, Humor und Zuversicht. Den Trost einer Großfamilie mit wunderbaren Charakteren. Ich habe versucht, eine Form zu finden, die das alles nebeneinander zulässt, ohne über den großen Schmerz in Hapes Kindheit oberflächlich hinwegzugehen.“

Hape Kerkeling: Neue Bilder aus dem Tragikomödie über seine Kindheit

Foto: Warner Bros.

Hape Kerkeling: Neue Bilder aus dem Tragikomödie über seine Kindheit

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