Donnerstag, 31. Oktober 2019 18:12 Uhr

Harry und Meghan: Überraschender Rückhalt

Foto: imago images / i Images

Herzogin Meghan (38) sieht sich als Frau des britischen Prinzen Harry (35) als Opfer der unerbittlichen Boulevardpresse. Zwar kennt sie den Trouble schon aus ihrer Zeit als Schauspielerin, doch das Ausmaß des jetzigen Zustandes übertrifft ihre Erfahrungen bei Weitem. In ihrem Kampf gegen die Presse-Piranhas bekommt sie nun überraschenden Beistand.

In ihrem Kampf gegen die britische Boulevardpresse erhält Herzogin Meghan Unterstützung aus der Politik. Mit der Frau von Prinz Harry solidarisierten sich 72 weibliche Abgeordnete aller Parteien in einem offenen Brief, trotz des andauernden Streits um den Brexit.

Politikerinnen sichern Hilfe zu

Labour-Politikerin Holly Walker-Lynch (33) veröffentlichte am Dienstag das genannte Schreiben, in dem die Frauen vor allem „veraltete” und „koloniale Untertöne” in der Berichterstattung über die ehemalige US-Schauspielerin mit afroamerikanischen Wurzeln kritisierten. Das soll so nicht weiter hingenommen werden. Weiterhin stand in dem Brief: „Als weibliche Abgeordnete aller politischen Richtungen möchten wir Ihnen unsere Solidarität ausdrücken, indem wir uns gegen die oft geschmacklose und irreführende Natur der Geschichten wenden, die in einigen unserer nationalen Zeitungen über Sie, Ihren Charakter und Ihre Familie gedruckt werden.”

Harry und Meghan: Überraschender Rückhalt

Herzogin Meghan und Prinz Harry; Foto: imago images / Starface

Initiatorin Lynch berichtete nun, dass sich Meghan später telefonisch bedankte. „Sie rief mich an, um mir und den anderen weiblichen Abgeordneten dafür zu danken, dass wir zu ihr stehen und diesen offenen Brief gesendet haben”, so die Politikerin gegenüber dem Sender ITV am Mittwoch. Über das Schreiben habe sich die Herzogin von Sussex gefreut, verriet sie weiter.

Der Ehemann der einstigen „Suits”-Darstellerin hatte erst Anfang Oktober Klage gegen zwei britische Zeitungsverlage wegen illegalen Abhörens von Mailbox-Nachrichten eingereicht. Das früher als Meghan Markle bekannte Mitglied der britischen Königsfamilie verklagte außerdem selbst die „Mail on Sunday”, die einen privaten Brief der Ex-Amerikanerin an ihren Vater Thomas Markle (75) teilweise veröffentlicht und kommentiert hatte.

Presse soll Recht auf Privatsphäre akzeptieren

Rund um die Hochzeit seiner Tochter im vergangenen Jahr hatte Meghans Vater, der in den USA und Mexiko lebt, mehrmals für negative Schlagzeilen gesorgt. Für gestellte Bilder soll Thomas Markle von Paparazzi Geld angenommen und die Teilnahme an der royalen Hochzeit abgesagt haben. Jüngst bejahte die Mutter von Archie die Frage, ob die vergangenen zwei Jahre „wirklich ein Kampf” waren, in einem Interview in dem sie über ihre Probleme bei der Bewältigung der teils sehr kritischen Berichterstattung britischer Boulevardmedien gesprochen hatte.

Sie wollten ihre Möglichkeiten nutzen, um sicherzustellen, dass „unsere Presse ihr Recht auf Privatsphäre akzeptiert und Respekt zeigt und dass die Geschichten die Wahrheit widerspiegeln”, schrieben die Parlamentarierinnen weiter. Sie selbst stünden auch in der Öffentlichkeit, wenn auch in anderer Weise als Meghan. Die Herabsetzungen, die oft benutzt würden, „um Frauen in öffentlichen Ämtern davon abzuhalten, mit unserer sehr wichtigen Arbeit weiterzumachen”, könnten die Politikerinnen daher nachvollziehen. (dpa/KuT)

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